Neues vom 3D Heliodisplay

Erfinder beantwortet Fragen

Der Macher des 3D Heliodisplays, Chad Dyner, war zu einem 15-Minuten Interview mit der Website OhGizmo bereit. Als die Neuigkeit, dass die Displays tatsächlich verkauft werden, im Internet die Runde machte, war die Seite von IO2Technology für einige Zeit überlastet. Insgesamt mussten 1,2 Terabyte an Traffickosten hinzugekauft werden. Dies war jedoch lediglich 10 bis 20% von dem Traffic, der generiert wurde, als das Display vor etwa 2 Jahren zum ersten Mal vorgestellt wurde.

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Die Inspiration für das Display war neben Science-Fiction Filmen und Romanen die Unzufriedenheit des Erfinders mit Flachbildschirmen. Als Architekt wollte er die Information direkt in den Raum projezieren können. Dieser Wunsch führte letztendlich zur Entwicklung des Heliodisplays.

Das Display wird an den Computer über den Monitorausgang angeschlossen – der Computer betrachtet das Gerät dann als zweiten Monitor. Die interaktiven Touchscreen-Features werden über USB angesprochen – benötigte Treiber liegen bei. Ein Tracking-System mit einer „ziemlich feinen Auflösung“ erkennt Bewegungen auf der Projektionsfläche – der Finger wird zum Cursor. Auch einfache Klicks und Doppelklicks lassen sich so mit der Fingerspitze erledigen.

Die Projektion in die Luft wird ermöglicht, weil selbige durch starke Temperaturunterschiede zur Kondensation angeregt wird. Die Zusammensetzung der Luft wird dabei vom Gerät nicht verändert und die Kondensation soll auch nur sehr lokal stattfinden.

Derzeit wird noch kein richtiges 3D-Bild in die Luft projeziert, ob eine Version mit „echtem“ 3D in Planung ist wollte Chad Dyner nicht sagen. Die gesamte Technologie steckt nach seiner Auffassung noch in den Kinderschuhen und könnte als Spitze eines Eisbergs angesehen werden, vergleichbar mit dem Flugzeug, das die Gebrüder Wright aus Fahrradteilen bauten. Die derzeitigen Preise sind zudem noch sehr hoch – der Einstieg liegt bei $18.000, für die 42-Zoll-Variante müssen sogar $28.000 auf den Tisch gelegt werden. Nichtsdestotrotz haben einige Firmen bereits zugegriffen, zwei Displays wurden sogar an einen Studenten verkauft. Sollten die Preise zukünftig stark sinken (und davon ist auszugehen), so haben die Erfinder schon einige potenzielle Einsatzgebiete ausgemacht. Eines davon: Videospiele…

Quelle: OhGizmo

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