ATI wieder mit Verlusten

Niedriger Umsatz und gestiegene Verluste im letzten Quartal

Bereits Ende August hatte ATI die Erwartungen an das letzte Quartal des fiskalischen Jahres 2005 dämpfen müssen. Heute nun wurde das finanzielle Ergebnis bekannt gegeben und die gesenkten Erwartungen sind eingetroffen. Mit 470 Millionen US-Dollar lag der Umsatz in den Monaten Juni bis August $60 Mio. niedriger als im Quartal zuvor und sogar $102 Mio. niedriger als im gleichen Zeitraum des letzten Jahres.

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Unter dem Strich musste ATI aufgrund der niedrigeren Einnahmen im letzten Quartal einen Verlust von 104 Millionen US-Dollar verzeichnen. Schon im Quartal zuvor musste ATI einen Verlust hinnehmen, dieser fiel allerdings mit 400.000 US-Dollar deutlich weniger schlimm aus.
Als Gründe für das schlechte Ergebnis wurden die gesunkenen Verkäufe im PC-Segment genannt. Es sind deutlich weniger Grafikkarten mit ATI-Chips abgesetzt worden und durch Preissenkungen sank der durchschnittliche Verkaufspreis und damit auch der Gewinn für die Hersteller.
Allerdings blickt ATI jetzt hoffnungsvoll in die Zukunft und erwartet einen um 15% höheren Umsatz als im letzten Quartal. Durch die gestrige Einführung der Radeon X1000 Serie sollen die Verkäufe wieder angekurbelt werden. Außerdem plant man mit gestiegenen Einnahmen durch die Radeon Xpress Chipsätze sowie durch Lizenzahlungen aus dem Spielkonsolenbereich. ATI liefert bekanntlich die Grafik für zwei der drei kommenden Spielkonsolen der nächsten Generation, nämlich für die Microsoft Xbox 360 und die Nintendo Revolution.

Im gesamten fiskalischen Jahr 2005 von ATI, das Ende August zu Ende ging, stieg der Umsatz im Vergleich mit 2004 zwar um 11% auf 2,22 Milliarden US-Dollar, aber der Gewinn blieb hinter den Erwartungen zurück. Mit $17 Mio. lag dieser deutlich unter dem Gewinn von 2004 ($205 Mio.).

Quelle: ATI Technologies

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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