ATI mit Chipsätzen erfolgreich

Marktanteile bei Chipsätzen: ATI profitiert enorm von Abkommen mit Intel

Intel ist derzeit dabei, einige seiner Produktionsstätten von 130nm auf 90nm Fertigung umzustellen. Dadurch konnte der Marktführer nicht mehr so viele Chipsätze ausliefern, was zu einem deutlichen Verlust bei den Marktanteilen führte. Profitiert davon hat vor allem ATI, die im Auftrag von Intel Radeon Xpress 200 Chipsätze für Einsteiger-Mainboards lieferten. So konnte ATI seinen Marktanteil im Chipset-Bereich vervierfachen.

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Nach Angaben der Marktforscher von Mercury Research sank der Marktanteil von Intel bei Chipsätzen von 69% im ersten Quartal 2005 auf jetzt 57%. ATI sprang in diese Lücke und erhöhte die Auslieferung seiner Chipsätze innerhalb von zwölf Monaten von 1,4 auf 8,2 Millionen Stück. Der Marktanteil von ATI stieg im gleichen Zeitraum von 3% auf 12%.
Auch nVidia konnte bei den Chipsätzen zulegen und erhöhte seinen Marktanteil von 6% auf 9%, musste aber zusehen, wie ATI an ihnen vorbei zog. Die Stückzahl erhöhte nVidia von 3,2 Mio. im ersten Quartal 2005 auf zuletzt 6,1 Mio.
VIA bleibt trotzdem der zweitgrößte Chipsatz-Hersteller der Welt. Die Taiwanesen hielten ihren Marktanteil von 15% und konnten die Zahl der ausgelieferten Chipsets im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres von 7,5 auf 10,1 Millionen Stück steigern. Dabei konnte VIA die Anzahl der Chipsätze für Pentium 4 und AMD64 Systeme mehr als verdoppeln.

Die Marktanteile bei den Chipsätzen lassen wie immer auch Rückschlüsse auf das Verhältnis von Intel und AMD zu. So waren im ersten Quartal 2006 77,4% aller Chipsätze für Intel-Plattformen und nur 21% für AMD64-Systeme geeignet.
Im Intel-Bereich war Intel selbst wie üblich führend – mit 74%. Die übrigen Marktanteile teilen VIA mit 12%, ATI mit 8% und SiS mit 6% unter sich auf.
Im AMD64-Bereich ist dagegen nVidia führend – mit 42%. ATI hält derzeit 28% Marktanteil bei solchen Chipsätzen, während VIA 21% und SiS noch 9% für sich beanspruchen. Auch hier konnte ATI mehr zulegen als nVidia. nVidia lieferte 10% weniger aus als im letzten Jahr. ATI dagegen konnte 18% mehr AMD64 Chipsets verkaufen als im ersten Quartal 2005.

Offen bleibt, wie lange der Erfolg von ATI vor allem bei den Intel Chipsätzen anhalten wird. Intel will die Umstellung seiner Chipsatz-Produktion im Laufe dieses Quartals abschließen, dann dürfte der Marktanteil von ATI wieder zurückgehen, während Intels wieder steigen wird.

Quelle: TGDaily

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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