Windows 7 spart Speicher

Effizientere RAM-Nutzung als Windows Vista

Windows 7 nutzt das Graphics Device Interface (GDI) anders als sein Vorgänger Vista: Beispielsweise können nun mehrere Anwendungen parallel zugreifen und so schnellere Reaktionszeiten ermöglichen. Zusätzlich nutzt Windows 7 auch den RAM des Systems effizienter, was besonders für Grafiklösungen mit Shared Memory ein Vorteil ist. In Vista verbrauchte jedes Fenster zweimal Speicher, da sowohl im Video- als auch im Systemspeicher von identischem Inhalt Platz belegt wurde.

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Vista ließ den Desktop Window Manager von der GPU verarbeiten. Gleichzeitig wurden die Daten für die CPU dupliziert, so dass im Grunde ein Inhalt doppelt Platz belegte. Windows 7 benötigt die Daten nur einmal im Grafikspeicher und muss kein Duplikat im Systemspeicher ablegen. Ameet Chitre, Programm-Manager bei Microsofts Desktop Graphics Feature Team, erklärt: „Da man viel Arbeitsspeicher einspart, findet weniger Paging statt. Und in der Folge ist das System scneller bei der gleichen Belastung.“ Die beiden Bilder zeigen die unterschiedliche Speicherverwendung bei Windows Vista (erstes Bild) bzw. 7 (zweites Bild).

Unterstützt wird diese neue Art des Speicherzugriffs von den WDDM-1.1.-Treibern. Ältere WDDM-1.0.-Treiber bleiben zu Windows 7 kompatibel, unterstützen die neue Technik aber nicht. Obwohl die neue Zugriffsmethode in der Praxis Vorteile hat, kann es auch zu Performance-Nachteilen kommen, da die CPU sich nun Daten aus dem Video-RAM ziehen muss. Allerdings sollen diese Nachteile selten auftreten, so dass die Vorteile der neuen Techik laut Chitre überwiegen.



Quelle: TomsHardware

André Westphal

Redakteur

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