Nvidia: Immer Ärger mit Laptops

Besitzer defekter Grafikchips reichen Klage ein

Nvidia hatte mit den G84 und G86 Grafikchips viel Ärger auf dem Notebooksektor: Die mobilen GeForce der 8er Reihe litten unter einem Konstruktionsfehler, der zu hohen Ausfallreihen führte. Nvidia setzt mittlerweile auf eine neue Chipgeneration, doch einige Kunden sehen den Fall nicht so einfach: Fünf Laptop-Besitzer mit defekten Nvidia-Chips reichen gemeinsam Klage gegen das Unternehmen ein. Das Ziel der Anwender lautet Ersatz für die Chips zu erhalten und finanzielle Kompensation.

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Statt die Notebooks mit defekten Nvidia-Chips zurückzurufen, verlängerten Hersteller wie Apple, Dell und HP die Garantie. Dell veröffentlichte zusätzlich ein BIOS-Update, um die Lüfterdrehzahl zu erhöhen und den Chip so zu schonen. Diese Maßnahmen stellten viele Kunden allerdings nicht zufrieden.
„Das sind furchtbar unangebrachte Ersatzmaßnahmen, die zusätliche Defekte verursachen wie kürzere Akku-Laufzeit, schlechtere Systemleistung und ein höherer Geräuschpegel“, werfen die fünf Nutzer dem Unternehmen in ihrer Klage vor. Außerdem werde das Problem so nicht gelöst, sondern das Versagen der Nvidia-Chips lediglich so weit hinausgeschoben, dass es nicht mehr in die Garantiezeit falle. Zudem sei die Leistung des Grafikchips dennoch unter den angegebenen Spezifikationen, da die Überhitzungsgefahr weiterhin groß bleibe.
Es bleibt abzuwarten, ob es zu einem Prozess kommt. Das Resultat dürfte dann für alle Besitzer von Notebooks mit Nvidia-Chips der GeForce 8 Serie interessant sein.

Quelle: TomsHardware

André Westphal

Redakteur

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