AMD macht weiter Verluste

Im Vergleich zu 2009 ist Umsatz gestiegen und Verlust kleiner geworden

Nach Intel vor zwei Tagen hat nun auch AMD sein Ergebnis des dritten Quartals vorgelegt. Wie in der Umsatzwarnung im September prognostiziert liegt der Umsatz unter dem des zweiten Quartals und auch der Verlust ist größer als im Frühjahr. Im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahres sieht es dagegen besser aus. Da konnte AMD den Umsatz steigern und die Verluste reduzieren.

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Der Umsatz von AMD lag im dritten Quartal bei 1,62 Milliarden US-Dollar. Das sind 2 % weniger als im zweiten Quartal und fast 16 % mehr als im dritten Quartal des Vorjahres. Mit 118 Millionen US-Dollar fiel der Nettoverlust 8 % geringer aus als 2009, ist aber mehr als 2,5-mal so groß wie im zweiten Quartal. Da waren es unterm Strich bloß $43 Mio. Verlust.
Laut AMD-Chef Dirk Meyer war das dritte Quartal ein weiterer Schritt auf dem Weg zur Gewinnzone – trotz schwächerer Nachfrage bei den Endkunden. So ist denn auch der Gewinn aus dem operativen Geschäft weiter angestiegen – von $125 Mio. im zweiten Quartal auf zuletzt $128 Mio. Im dritten Quartal des Vorjahres musste im operativen Geschäft sogar noch ein Verlust von $77 Mio. verzeichnet werden.

AMD hat mittlerweile über 25 Millionen DirectX11-kompatible Grafikchips seit Einführung im September 2009 ausgeliefert. Im Vergleich zum letzten Jahr stieg der Umsatz mit Grafikprodukten um 33 %, war aber 11 % niedriger als noch im zweiten Quartal diesen Jahres. Grund dafür sind weniger verkaufte Grafikchips für Notebooks und ein in diesem Segment gesunkener durchschnittlicher Verkaufspreis. Hier macht sich wohl die steigende Verbreitung von Intels Prozessoren mit integrierter Grafik bemerkbar.
AMDs Umsatz mit Prozessoren ist im Jahresvergleich um 13 % angestiegen. Hauptgründe sind ein neuer Rekord bei den ausgelieferten Notebook-CPUs und ein gegenüber 2009 angestiegener durchschnittlicher Verkaufspreis aller CPUs von AMD.

Für das aktuell laufende vierte Quartal erwartet AMD etwa gleichbleibende Umsätze. In den nächsten zwei Monaten werden die ersten AMD Fusion Prozessoren ausgeliefert, sagte Dirk Meyer. Das sind AMDs erste CPUs mit integrierter Grafikeinheit. Man erwartet die offizielle Einführung Anfang 2011.

Hier der Überblick über die wirtschaftliche Entwicklung bei AMD und Intel seit Anfang 2006:

Quartal Firma Umsatz Gewinn
1.2006 Intel $8940 Mio $1357 Mio
AMD $1330 Mio $185 Mio
2.2006 Intel $8009 Mio $885 Mio
AMD $1220 Mio $89 Mio
3.2006 Intel $8739 Mio $1301 Mio
AMD $1328 Mio $119 Mio
4.2006 Intel $9694 Mio $1501 Mio
AMD $1773 Mio -$527 Mio
1.2007 Intel $8852 Mio $1636 Mio
AMD $1233 Mio -$611 Mio
2.2007 Intel $8680 Mio $1278 Mio
AMD $1378 Mio -$600 Mio
3.2007 Intel $10090 Mio $1860 Mio
AMD $1632 Mio -$396 Mio
4.2007 Intel $10712 Mio $2271 Mio
AMD $1770 Mio -$1772 Mio
1.2008 Intel $9673 Mio $1443 Mio
AMD $1505 Mio -$358 Mio
2.2008 Intel $9470 Mio $1601 Mio
AMD $1349 Mio -$1189 Mio
3.2008 Intel $10217 Mio $2014 Mio
AMD $1776 Mio -$67 Mio
4.2008 Intel $8226 Mio $234 Mio
AMD $1162 Mio -$1424 Mio
1.2009 Intel $7145 Mio $629 Mio
AMD $1177 Mio -$416 Mio
2.2009 Intel $8024 Mio -$398 Mio
AMD $1184 Mio -$330 Mio
3.2009 Intel $9389 Mio $1856 Mio
AMD $1396 Mio -$128 Mio
4.2009 Intel $10569 Mio $2282 Mio
AMD $1646 Mio $1178 Mio
1.2010 Intel $10299 Mio $2442 Mio
AMD $1574 Mio $257 Mio
2.2010 Intel $10765 Mio $2887 Mio
AMD $1653 Mio -$47 Mio
3.2010 Intel $11102 Mio $2955 Mio
AMD $1618 Mio -$118 Mio

Quelle: AMD

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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