3D: Alles nur heiße Luft?

Experten aus der Industrie äußern sich zum Hype

Aktuell pumpt die Industrie immense Summen in das Marketing 3D-fähiger Endgeräte. Doch ob die Technik wirklich Potetial für den Massenmarkt besitzt, bezweifeln einige Experten. Paul Cubbage von der Firma Target Components stellt klar: „In der aktuellen Form fällt es schwer bei stereoskopischem 3D Potential für den Massenmarkt zu erkennen. Zu versuchen die Kunden davon zu überzeugen, dass sie 3D-Bildschirme benötigen, ist wie der Kampf gegen Windmühlen. In naher Zukunft werden wir kaum alle mit 3D-Brillen vor unseren Fernsehern sitzen.“

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Adam Harris, Geschäftsführer des Handelszweiges der Firma TCA, fügt hinzu: „Ich kann als Brillenträger nur sagen, dass sich stereoskopisches 3D weder im Heimkino, noch im regulären Kino natürlich anfühlt. Es ist unangenehm. Es gibt keinen Zweifel, dass sinnvoll eingesetztes 3D die visuelle Erfahrung bereichern kann und atemberaubende Ergebnisse erbringt. Aber aktuell wird die Technik meistens mehr schlecht als recht implementiert.“

AMDs Neil Spicer, Leiter der Abteilungen für Chipsets und GPUs, meint 3D befinde sich noch in der Pubertät: „Das Marktwachstum hängt von der Qualität der Erfahrung ab. Aktuell beschneidet der Brillenzwang die Möglichkeiten. Bei AMD glauben wir, dass das Wachstum und das Potential für den Massenmarkt sehr stark davon abhängt, was in Zukunft fernab von aktuellen Geräten mit Polariations- und Shutter-Brillen geboten werden kann.“

Doch es gibt auch optimistische Stimmen, wie Iain Bristow, Marketing-Spezialist bei ASUS: „Vor wenigen Jahren haben wir uns auch gefragt ob High-Definition-Inhalte Erfolgspotential haben. Davor hat man am Erfolg der DVD und davor am Potential der VHS gezweifelt. Und alle Formate haben sich durchgesetzt. Meiner Ansicht nach ist 3D nun der nächste Schritt.“

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Quelle: PCR

André Westphal

Redakteur

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