Apple als Gefahr für das Internet?

Forscher glaubt Steve Jobs will zu viel Kontrolle ausüben

Tim Wu, Professor an der Columbia Universität, glaubt, dass Apple derzeit von allen Firmen die größte Bedrohung für das freie Internet darstellt. Laut Wu, der in seinem Buch „The Master Switch“ den Aufstieg und Fall zahlreicher Firmen wie ABC, NBC und AT &T aufgearbeitet hat, ähneln große Wirtschaftskonzerne Politikern: Sie wollen, oft mit guten Absichten, möglichst großen Einfluss gewinnen und laufen Gefahr zu Diktatoren zu werden. Firmen wie Apple, die von den Möglichkeiten des Internets profitieren, wollen deshalb unter dem Deckmantel Kunden zu unterstützen, das Internet kontrollieren.

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Im Ergebnis verbessert man die Benutzerfreundlichkeit der Internetanwendungen, schränkt aber die Auswahlmöglichkeiten ein. Laut Wu kann aber nicht jedes Unternehmen damit erfolgreich sein, wie das Versagen von Firmen wie AOL und Time Warner bewiesen hat. Doch angesichts der aktuellen Bemühungen Apples sei unklar, ob das Internet in der Form bestehen bleiben könne wie wir es kennen oder eine neue Phase der Entwicklung anbreche.

„Steve Jobs hat das Charisma, die Vision und die Sensibilität jedes großen Informations-Kaisers. Der Mann, der geholfen hat den PC vor 40 Jahren zu erschaffen, ist nun der erste Kandidat, der ihn abschaffen könnte. Seine Vision ist verführerisch, aber er strebt nach zu viel Kontrolle“, erklärt Wu. Aus diesem Grund hält Wu Apple aktuell für die größte Bedrohung des freien Internets und meint man müsse vorsichtig abwarten wie Steve Jobs und sein Unternehmen ihren Einfluss in Zukunft nutzen.

Quelle: Xbitlabs

André Westphal

Redakteur

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