Europäische PCs als Virenschleudern?

Ein Drittel der PCs in Europa fing sich 2010 einen Virus ein

Europäische Anwender gehen offenbar unvorsichtig mit ihren Computern um: 2010 waren laut Statistiken von Eurostat, der Stelle für Statisiken bei der EU Kommission, ein Drittel aller Rechner mit Viren infiziert. Dies habe eine Umfrage unter mehr als 200.000 Computerbesitzern, verteilt über 27 Länder in Europa, ergeben. Die tatsächliche Zahl der betroffenen Anwender könnte noch höher liegen, da die Umfrage schließlich nur PC-Besitzer erfasst, die sich selbst im Klaren darüber waren, dass sie von einer Vireninfektion betroffen gewesen sind.

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Eurostat hat ebenfalls ermittelt, dass das Gros der Anwender durchaus Antiviren-Software genutzt hat, was der Infektion aber nicht vorbeugen konnte. An der Spitze der „Virenschleudern“ steht Bulgarien: Dort gaben 58 % der Befragten an 2010 einem Virus aufgesessen zu sein. 47 % waren es in der Slowakei. In Ungarn infizierten sich 46 % der Anwender-PCs und in Italien immerhin 45 %.

Die Länder mit vergleichweise wenig Infektionen sind Österreich mit 14 %, Irland mit 15 %, Finnland mit 20 % und Deutschland mit 22 %.

Dennoch nimmt die Verbreitung von Viren offenbar zu, so berichtet Eurostat auch von einer Zunahme bei Phishing-Attacken und infizierten Smartphones.

Quelle: bit-tech

André Westphal

Redakteur

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