AMD lässt Finger von Smartphones

Auch der neue Geschäftsführer verneint den Einstieg

AMD hat seinen ehemaligen Geschäftsführer Dirk Meyer entlassen, weil dieser Chancen im mobilen Segment versäumt haben soll. Interessant ist, dass der Übergangs-Chef Thomas Seifert aber offenbar nichts an dieser Strategie ändert: Seifert hat alle Gerüchte dementiert AMD würde Chips für Smartphones entwickeln: „AMD entwickelt keine Chips für Smartphones und das ist jetzt eine glasklare Aussage von mir.“ Stattdessen wolle man sich auf die neuen Llano-Dektop-CPUs konzentrieren, die eine DirectX-11-GPU integrieren und Intels Sandy Bridge laut Seifert „haushoch“ überlegen sein sollen.

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Seifert erklärte auch, dass man im Bezug auf die neuen Bulldozer-Chips so weit sei, dass man erste CPUs für Endkunden definitiv Anfang Sommer ausliefern könne. Chancen erkenne Seifert laut eigenen Aussagen auch im Bereich Server und Workstations, wo Bulldozer ebenfalls für Begeisterung sorgen könne. Unter welchem Banner die CPUs erscheinen, ist aber noch offen: Der Opteron-Markenname wird es vermutlich nicht sein.

Seifert kündigte ebenfalls Pläne für das Tablet-Segment an – auch hier kritisierte man zuvor Meyers Zurückhaltung. Der neue Geschäftsführer glaubt an Chancen für AMDs Chips, da Anwender auch im Tablet-Bereich mittlerweile 3D-Leistung erwarten würden, was AMD den Einstieg mit CPU- / GPU-Gesamtlösungen erleichtere. Gleichzeitig wies Seifert darauf hin, dass zwar einige Tablet-Hersteller bereits AMDs Chips bestellen würden, die große Welle aber erst mit der zweiten Generation der aktuellen APUs folgen solle.

Ein Beispiel für ein Tablet mit AMD-CPU liefert Acer: Das Unternehmen bietet ein Windows-Tablet mit Bobcat-APU an. Allerdings vertreibt Acer auch Tablets mit Intels Core i5 und Nvidias Tegra 2, so dass es sich weniger um besondere Begeisterung für AMDs Chips zu handeln scheint, als den Versuch möglichst alle Hardware-Möglichkeiten auszuloten.

Quelle: bit-tech

André Westphal

Redakteur

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