Microsoft: Vorwürfe gegen Google

Reicht in Europa kartellrechtliche Beschwerde ein

Microsoft hat bei der europäischen Kommission eine kartellrechtliche Beschwerde gegen Google eingereicht. Man wirft Google vor zu verhindern, „dass irgendein Mitbewerber eine konkurrentfähige Alternative anbietet“. Der Senior-Vize-Präsident für generelle Rechtsfragen bei Microsoft, Brad Smith, lobt zwar Googles Innovationen, kritisiert aber deren Geschäftspraktiken: „Gerade im letzten Jahr haben uns immer mehr Partner aus Vertrieb und Werbung sowie auch Kunden darauf aufmerksam geacht, dass der Markt für Suchmaschinen in Europa sich in die falsche Richtung entwickelt.“

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Laut Smith sei es angesichts der Bedeutungszunahme des Internets durch Smartphones wichtig, dass Suchmaschinen-Anbieter in einer fairen und offenen Weise miteinander umgehen. Dies sei aber seitens Google eben nicht der Fall: „2010 und auch jetzt hat Google Smartphones mit Microsofts Windows Phone 7 daran gehindert korrekt auf YouTube zuzugreifen.“ Laut Smith könnten sowohl Smartphones mit Googles Android als auch Apples iOS die komplette YouTube-Funktionalität nutzen – für Windows-Phone-7-Anwender sperre Google aber einige Funktionen. Microsoft führt dies darauf zurück, dass das Unternehmen selbst mit Bing eine Alternative zu Google anbiete und offenbar Missgunst herrsche.

Google hat Microsofts Vorwürfe bereits als „lange erwartet“ kommentiert und befindet sich laut Aussagen der Unternehmenssprecher im Gespräch mit der europäischen Kommission.

Quelle: TechRadar

André Westphal

Redakteur

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