Hacker bereuen Sony-Angriffe

Man habe den Spielern mehr als dem Unternehmen geschadet

Die Hacker-Gruppe Anonymous hatte vor wenigen Tagen aufgrund des Rechtsstreits zwischen Sony und Geohot Angriffe gegen das Unternehmen angekündigt. Kurz danach war das Playstation Network von Ausfällen betroffen, die Sony selbst zwar mit „Wartungsarbeiten“ erklärte, aber vermutlich auf das Konto der Hacker gingen. Jetzt rudert Anonymous überraschenderweise zurück und entschuldigt sich für die Angriffe gegen Sony: Man sei weiterhin verärgert über Sonys Maßnahmen gegen Geohot, sehe aber ein, dass man mit den Angriffen auf das PSN weniger Sony als vielmehr den Nutzern geschadet habe.

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Anonymous hatte primär kritisiert, dass Sony drastisch in die Privatsphäre Geohots, einem der Urheber des PS3-Jailbreaks, eindringe und durch Einsicht in die Nutzerdaten seiner Website sowie seines Paypal-Kontos auch die Rechte Dritter verletze. Zudem verweist Anonymous auf die Informationsfreiheit: Laut Meinung der Hackergruppe habe Geohot nur über das PS3-Jailbreak informiert und damit nicht direkt zu Raubkopien ermuntert – wie Sony ihm vorwirft.

Obgleich Anonymous vorerst seine Angriffe gegen Sony einstellt, soll es sich nur um eine Pause handeln. Man will neue Möglichkeiten suchen die Attacken fortzusetzen, aber ohne damit den Kunden des Unternehmens zu schaden. Die ersten Aktionen seien falsch gewesen, denn es wäre nicht das Ziel der Gruppe Spielern zu schaden, so dass man sich für aufgetretene Probleme entschuldige.

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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