HP gibt PC-Sparte und webOS auf

Stellt Smartphone- und Tablet-Entwicklung ein

Hewlett-Packard (HP) kündigt einen Kurswechsel an: Das Unternehmen will alle erhältlichen und geplanten Produkte mit dem webOS einstellen und zusätzlich seine Notebook- und PC-Sparte abstoßen. Laut einer Pressemitteilung prüft HP aktuell Möglichkeiten seine Personal Systems Group (PSG) als Tochterunternehmen weiterzuführen oder komplett an eine andere Firma zu verkaufen. HP zieht diese Konsequenz, da das Unternehmen im Bereich Notebooks, PCs, Smartphones und Tablets, für den PSG verantwortlich ist, die geringsten Gewinnmargen aller Unternehmensbereiche einfahren konnte.

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Zwar sorgte der Bereich PSG für ein Drittel des HP-Gesamtumsatzes, das Unternehmen möchte aber lieber eine stabilere und besser kalkulierbare Basis mit höheren Gewinnen erreichen. HP eifert mit diesem Schachzug im Grunde IBM nach, die ihre PC-Sparte vor Jahren ebenfalls aufgegeben und an Lenovo abgetreten hatten. Stattdessen interessiert sich HP laut eigenen Aussagen nun stärker für Software und erwägt den Kauf der Firma Autonomy für 10,3 Milliarden US-Dollar. Autonomy entwickelt Software für Suchmaschinen in Unternehmen und hat renommierte Kunden wie Coca Cola, Ford und Shell.

Im Ergebnis zeichnet sich ab, dass HP sich in Zukunft auf Geschäftskunden konzentrieren möchte. Interessant ist, dass sich HP zumindest offen hält sein webOS eventuell später in seine Zukunftspläne zu integrieren: Zwar stellt das Unternehmen zunächst alle Produkte ein, will aber „Optionen untersuchen den Wert der webOS-Software in Zukunft zu optimieren“. Was das am Ende heißen könnte, weiß aktuell nur HP selbst.

Quelle: bit-tech

André Westphal

Redakteur

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