Sony: Schwaches erstes Quartal

Japanischer Hersteller fährt herbe Verluste ein

Sonys Quartalsbericht zeigt den japanischen Hersteller von Unterhaltungselektronik weiterhin in der Krise. So fielen die Einnahmen im Vergleich mit Sonys erstem Fiskalquartal 2011 um 77 %. Analysten hatten „nur“ mit einem Absturz um 36 % gerechnet. Im Ergebnis senkte Sony seine Verkaufserwartungen für Schlüsselprodukte wie die PSP und Playstation Vita. Im letzten Fiskaljahr, das für Sony am 31. März 2012 endete, musste Sony Verluste in Höhe von 455 Milliarden Yen hinnehmen.

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Im ersten Quartal des neuen Fiskaljahres verbuchte Sony bereits Verluste in Höhe von 24,64 Milliarden japanischer Yen. Der neue Geschäftsführer, Kazuo Hirai, hat also noch einen weiten Weg vor sich, wenn er Sony wieder in die Gewinnzone bringen möchte. Probleme macht vor allem Europa, dass dank der Schulden- und Wirtschaftskrise aktuell als extrem komplizierter Markt gilt, Sony aber in der Vergangenheit starke Absatzzahlen garantierte. So erwirtschaftet Sony in Europa ein Fünftel seiner Einnahmen, während beispielsweise Panasonic und Sharp in Europa nur ein Zehntel ihrer Einnahmen generieren. Sony trifft die europäische Wirtschaftskrise daher besonders hart.

Hirai sieht Sonys Zukunft im mobilen Bereich und will zudem in neue Gebiete wie die Medizintechnik expandieren. Bisher gehen seine Pläne noch nicht auf, denn Sonys Aktienkurse fielen seit Hirais Machtübernahme um zwei Fünftel ab.

Wer Sonys gesamten Quartalsbericht durchstöbern möchte, erhält hier die Gelegenheit.

Quelle: Sony

André Westphal

Redakteur

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