Steve Ballmer steht unter Druck

Hängt seine Zukunft von Microsoft Windows 8 ab?

Steve Ballmer steht laut Analysten aktuell unter enormem Erfolgsdruck: Seine Zukunft als Microsofts Geschäftsführer soll vom Erfolg des Betriebssystems Windows 8 abhängen. Carolina Milanesi, Analystin für Gartner, betont, dass für Microsoft besonders viel vom Erfolg im mobilen Segment abhänge: „Microsoft muss im mobilen Markt erfolgreich sein, denn dorthin wandern die Kunden ab.“ Bisher strauchelt das Unternehmen aus Redmond jedoch genau hier: Weder Microsoft Windows Phone noch Windows RT wurden am Markt so gut angenommen, wie vom Hersteller erhofft.

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Auch das Microsoft Surface, das neue Tablet des Unternehmens, verkauft sich bisher laut Zulieferern aus Taiwan schlechter als erwartet. Microsoft selbst behauptet zwar das Surface RT werde am Markt sehr gut angenommen und müsse nur noch bei weiteren Händlern verfügbar sein, Analysten bezweifeln diese Aussagen aber. So haben Analysten der Firma Barclays Capital ihre Verkaufserwartungen für das Surface RT um 65 % reduziert. Sie rechnen für das vierte Quartal 2012 mit insgesamt 700.000 verkauften Surface RT. Als Kernproblem nennt man den verhältnismäßig hohen Verkaufspreis des Microsoft-Tablets.

Auch im Desktop-Segment sieht es laut Analysten nicht so rosig aus, wie Microsoft selbst es darstellt. Zwar spricht der Hersteller von 40 Mio. aktivierten Versionen des Betriebssystems Windows 8, insgesamt steht das aber nur für einen Anteil von 1 % unter allen aktuell verwendeten Windows-Versionen. Düsterer sieht es sogar noch für Windows Phone aus: Die Marktforscher der Firma Gartner rechnen damit, dass Microsoft bis 2016 nur einen Marktanteil von 13 % erreichen wird.

All diese Punkte setzen Microsofts Geschäftsführer Steve Ballmer unter Druck. Auf Investorenkonferenzen soll Ballmer bereits stark in der Kritik stehen. Einige Anleger fordern offenbar sogar, dass Bill Gates selbst wieder das Zepter in die Hand nehmen solle. Dies kann man allerdings als sehr unwahrscheinlich abhaken: Der Microsoft-Mitbegründer ist durch seine Stiftungen derzeit ausgelastet.

Quelle: NewYorkPost

André Westphal

Redakteur

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