PS4 entsteht durch Zwangsarbeit?

Meldungen über Ausbeutung von Werksstudenten

In der chinesischen Presse tauchen aktuell Skandal-Meldungen rund um die Entstehung der Sony Playstation 4 auf: Angeblich soll Zwangsarbeit bei der Produktion im Hause Foxconn eine Rolle spielen. Es heißt, dass Studenten des Xi’an Institute of Technology ein Praktikum bei Foxconn ableisten müssen, wenn sie bestimmte Credit Points erhalten wollen. Die Tätigkeiten beim Zulieferer hätten dann aber angeblich nichts mit den Studienfächern der Studenten zu tun. So soll ein Student aus dem Bereich Betriebswirtschaft dazu abkommandiert worden sein Komponenten der PS4 zusammen zu kleben.

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Ein Student der Informatik wiederum soll am Fließband genötigt worden sein Kabel und Bedienungsanleitungen in die Kartons der PS4 zu legen. Zudem berichten die Studenten laut der chinesischen Presse, dass sie die selben Arbeitszeiten ableisten müssten wie reguläre Angestellte – jedoch ohne irgendeine Form von Bezahlung.

Foxconn hat sich bereits geäußert und behauptet alle studentischen Praktikanten seien freiwillig anwesend und könnten natürlich die Arbeit niederlegen. Das Xi’an Institute of Technology verweigerte sich hingegen eines Kommentares zu eventuell korrupten Abkommen mit Foxconn. Es ist übrigens nicht das erste Mal, dass die Presse dubiose Abkommen zwischen dem Xi’an Institute of Technology und Foxconn aufgreift. 2012 machten ähnliche Meldungen um studentische Praktikanten bei Foxconn die Runde, die ohne Bezahlung enormen Arbeitsleistungen erbringen sollten und Tätigkeiten ausüben mussten, die in keinem Bezug zu ihrem Studium standen.

Quelle: GamesInAsia

André Westphal

Redakteur

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