Steam Machines vollkommen irrelevant?

Forbes-Journalist kritisiert die PCs

Der Journalist Gordon Kelly des Wirtschaftsmagazins Forbes übt harsche Kritik an Valves Steam Machines. Laut Kelly habe Valves Geschäftsführer Gabe Newell den Mund bezüglich des Steam OS sowie der Steam Machines zu voll genommen. Schon die Grundidee der Steam Machines sei fragwürdig: So seien die Geräte weniger mit Konsolen als mit klassischen Komplett-PCs vergleichbar. Das PC-Gaming, welches Newell „an die breite Masse“ bringen wolle, sei dort aber längst angekommen. Wie die über 75 Mio. Nutzer Valves eigener Steam-Plattform beweisen. Wer am PC zocken wolle, tue dies bereits.

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Das Steam OS sei zudem nichts weiter als eine beschnittene Linux-Version. Als weiteres Problem erkennt Kelly die Preisgestaltung: Jene gehe bei den Steam Machines sehr in die Breite, so dass ein Laie kaum einschätzen könne, ob er überhaupt langfristig etwas von der Hardware habe. Da biete es sich dann an doch zu einer PS4 oder Xbox One zu greifen. Versierte Anwender hingegen seien mit einem vollwertigen Gaming-PC mit Windows besser beraten, da damit auch andere Funktionen möglich seien.

Zudem verbleiben an Steam Machines die üblichen Nachteile des PC-Gamings: Titel werden nicht für eine einzige Hardware optimiert, so dass man mehr Rohleistung benötigt als bei Konsolen mit ihren hochoptimierten Titeln. Zudem seien nicht alle Spiele für Steam verfügbar. Einige Spiele entgehen Nutzern des Steam OS also im Gegensatz zu Windows-Anwendern. Am Ende seien das Steam OS bzw. die Steam Machines also ein Kompromiss der weder PC-Gamer noch Konsolen-Spieler wirklich ansprechen könne, schließt der Forbes-Schreiber.

Quelle: Forbes

André Westphal

Redakteur

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