Internet ist für zu viele Deutsche „Neuland“

Nur 5 % der Bundesbürger mit guten Internetkenntnissen

Leider ist das Internet für viele Deutsche weiterhin tatsächlich immer noch „Neuland“. Laut einer aktuellen Studie der EU-Statistikbehörde Eurostat verfügen gerade einmal 5 % der deutschen Bundesbürger über gute Internetkenntnisse. 33 % der Deutschen können immerhin mittelmäßige Kenntnisse vorweisen. Im europäischen Vergleich steht Deutschland damit miserabel da: Auf der Pole-Position findet sich Island, wo 77 % der Bürger mit guten Internetkenntnissen protzen. Platz 2 sichern sich unsere Nachbarn Dänemark – dort verfügen 71 % über gute Internetkenntnisse.

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Es folgt Schweden auf Platz 3 mit 68 %. Wer die kompletten Daten der Studie zu anderen Ländern einsehen möchte, kann dies hier nachholen. Eurostat erklärt zu seiner Methodik in der Studie: „Das Niveau von Internetkenntnissen wird in einem Versuch der Selbsteinschätzung gemessen, indem die Auskunftsperson anzeigt, welche spezifischen Aufgaben bezogen auf Internetnutzung sie/er durchgeführt hat, ohne das diese Kenntnisse bewertet, getestet oder beobachtet wurden. Anhand von sechs internetbezogenen Angaben wurden die Auskunftsgebenden in verschiedene Niveaus von Internetkenntnissen gruppiert“. Die Angaben drehten sich konkret beispielsweise um die Nutzung von Suchmaschinen, das Versenden von E-Mails mit Anhängen oder die Nutzung von Internet-Telefonie. Mittlere Internetkenntnisse konstatierte man, wenn Personen zumindest 3-4 der auswählbaren Tätigkeiten ausgeführt hatten. Von guten Internetkenntnissen geht Eurostat bei 5-6 Aktivitäten aus.

Freilich kann man diese Methodik durchaus kritisieren und könnte bemängeln, dass Eurostat eventuell weniger die Internetkenntnisse, als das Nutzungsverhalten untersucht.

Quelle: Statista

André Westphal

Redakteur

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