Computrace: Diebstahlschutz im Kreuzfeuer

Vorinstallierte Sicherung ist ein zweifelhafter Segen

Das Magazin c’t übt in seiner aktuellen Print-Ausgabe 3/15 deutliche Kritik an dem (un)heimlichen Diebstahlschutz Computrace. An sich lassen sich mit der Anwendung Notebooks gegen Diebstahl sichern. Doch dafür gewährt man dem Anbieter umfangreichen Fernzugriff auf das eigene Gerät. In Zeiten etlicher Hacks und fragwürdiger Methoden im Umgang mit Datenschutz bei vielen Firmen, dürften viele Kunden sich zweimal überlegen einem externen Anbieter so viel Vertrauen zu schenken. Problem: Vielen Käufern bleibt keine Wahl, da Computrace ab Werk auf ihren Notebooks vorinstalliert ist.

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Manuell lässt sich Computrace nur mit einigem Aufwand entfernen, der über eine einfache Deinstallation wie bei regulären Programmen weit hinausgeht. Es ist sogar der Zugriff auf das BIOS notwendig. Fragwürdig also, wenn die Anwendung vorinstalliert und eventuell ab Werk sogar „scharf“ geschaltet ist. Die Anwendung kann Tastatureingaben mitschneiden, die Festplatte aus der Ferne löschen oder das Notebook orten. Allerdings enthält die Software auch mehrere Sicherheitslücken und kann somit für Angreifer zu einem Mittel werden ein Notebook zu manipulieren. Im Taskmanager erkennt man die Anwendung anhand der laufenden Prozesse „rpcnet“ oder „rpcnetp“.

Am Ende ist Computrace somit ein zweifelhafter Segen und Hersteller sollten ihren Kunden lieber selbst überlassen, ob sie die Funktionen nutzen wollen oder eben nicht.

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Quelle: E-Mail

André Westphal

Redakteur

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