Akkuhersteller A123 Systems verklagt Apple

Rechtsstreit um Elektro-Autos

Apple soll angeblich unter dem Codenamen „Titan“ ein Elektro-Auto planen. Die Hinweise darauf verdichten sich nun unverhofft – und zwar durch eine Klage des Akkuherstellers A123 Systems. Letzterer fertigt unter anderem Akkus für elektrische Fahrzeuge und behauptet Apple wolle ebenfalls Akkus für derlei Automobile entwickeln. In diesem Zuge habe Apple aggressiv Ingenieure und Techniker von A123 Systems abgeworben, die allerdings durch Verträge mit Wettbewerbsverboten gebunden gewesen seien. Nun soll eine Klage vor dem Bundesgericht in Massachusetts die Lage zwischen den Firmen aufklären.

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Laut dem Akkuhersteller A123 Systems habe Apple die Konkurrenzausschlussklauseln vernachlässigt. Jene greifen, wenn Mitarbeiter zu einer Firma wechseln, die konkurrierende Produkte anbietet. Die Regelungen sollen verhindern, dass abgeworbene Mitarbeiter essentielles Wissen an die Konkurrenz ausplaudern. Da Apple nun auch mit Akkus für Elektro-Autos liebäugele, sei dies aber in diesem Fall nicht gewährleistet. Laut A123 Systems habe Apples systematische Abwerbestrategie bereits Auswirkungen gehabt und man habe bei A123 Systems einige Projekte einstellen müssen.

A123 Systems verklagt nicht nur Apple, sondern natürlich auch die abgeworbenen Mitarbeiter. Fünf davon sollen Schlüsselpersonen aus Forschung und Entwicklung gewesen sein, die nun bei Apple die Entwicklung der Akkus für E-Autos von Grund auf aufbauen.

Apple selbst enthält sich zur Klage von A123 Systems bisher eines Kommentares.

Quelle: Scribd

André Westphal

Redakteur

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