Adblock Plus: Anbieter siegt vor Gericht

Anbieten des Tools mit Ausnahmen weiterhin legal

In Deutschland hatten mehrere Verlage, darunter die Unternehmen hinter dem Handelsblatt und Zeit Online, gegen den Anbieter des Browser-Plugins Adblock Plus geklagt. Man warf dem Unternehmen hinter AdBlock Plus, der Eyeo GmbH, vor „einen unzulässigen und geschäftsschädigenden Eingriff“ in ihr Vertriebsmodell vorgenommen zu haben. Knackpunkt war speziell das Projekt „Acceptable Ads“, welches es ausgewählten Firmen erlaubt, etwa Amazon, Google und Microsoft, trotz aktiviertem Blocker Werbung sichtbar zu halten.

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Die Kläger sahen hier einen durch Geld erworbenen, unfairen Wettbewerbsvorteil und nahmen gar Begriffe wie „Wegelagerei“ und „Schutzgelderpressung“ in den Mund. Das Gericht allerdings folgte Eyeos Argumentation und stellte fest, dass für die Kläger kein Nachteil entstehe. Denn auch jenen stehe es frei unaufdringliche Werbung zu nutzen und somit für das Programm zugelassen zu werden. Jenes müsse nicht zwangsweise gegen Geld sein, da die Anwältin Eyeos vorrechnete, dass 90 % der Teilnehmenden kostenlos in die Ausnahmeregelung aufgenommen worden seien.

Ausgestanden ist der Zwist allerdings noch nicht: Das Hamburger Landgericht urteilte zwar im Sinne Eyeos, die Kläger wollen aber nun in die nächsthöhere Instanz gehen. Somit dürften sich die Rechtsstreitigkeiten weitere Monate hinziehen.

Quelle: Faz

André Westphal

Redakteur

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