Cannes Film Festival: Hass auf Selfies

Sind inoffiziell alles andere als erwünscht

Wohin man geht, überall trifft man auf Menschen die Selbstportäts von sich anfertigen. Smartphones haben dafür gesorgt, dass ein Selfie zu jeder Zeit und an jedem Ort nur einen Klick entfernt ist. Allerdings ist nicht jeder von der Sucht sich selbst abzulichten begeistert: „Du siehst niemals so häßlich aus, wie bei einem Selfie“, mahnt Thierry Fremaux, der Leiter des renommierten Cannes Film Festival. So seien Selfies laut Fremaux speziell auf dem roten Teppich in Cannes unerwünscht. Selfies seien „albern und grotesk“, winkt der Film-Liebhaber ab.

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Anders sehen das viele Schauspieler: Von Matt Damon über Hilary Swank bis hin zu Rosario Dawson haben die Gäste des Cannes Film Festivals fast alle schon mit Selfies im Internet für Aufsehen gesorgt. Entsprechend sind Selfies in Cannes dann auch unerwünscht, aber offiziell nicht verboten. Dies wäre wohl auch nicht durchführbar, ohne die Weltstars zu verärgern. Man hofft allerdings, dass das Gros der Gäste Stil bewahrt und von Selfies absieht. Fremaux ergänzt: „Wir wollen Selfies nicht offiziell verbieten, aber wir hoffen mit der Bekanntgabe unserer Ablehnung ein paar Selbstporträts auf dem roten Teppich zu verhindern.“

Dahinter stecken auch pragmatische Überlegungen: Jährlich entstehen am Eintritt Staus, weil die Fotografen und Fans Stars belagern. Durch endloses Knipsen von Selfies verschlimmern sich die Verzögerungen.

Quelle: HollywoodReporter

André Westphal

Redakteur

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