Intel Skylake mit 50 % mehr Grafikleistung

GT4e lässt GT3e der Broadwell alt aussehen

Intel mag AMD in punkto reiner CPU-Leistung überlegen sein, kann bei seinen APU aber im Bezug auf die integrierten Grafikkerne nicht mithalten. Allerdings sollen die GPU-Kerne GT4e der Intel Skylake die GT3e aus den Intel Broadwell in der Grafikleistung um bis zu 50 % übertrumpfen. Bisher operierte Intel immer mit drei Leistungsstufen, will aber ab der sechsten Generation seiner Core-Prozessoren eine vierte hinzufügen. Für jene sind nochmals um 50 % mehr Execution-Einheiten geplant als bei der GT3-Grafik. Intel Skylake soll dadurch auf bis zu 72 EUs kommen.

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Somit wird die vierte Leistungsstufe generell leistungsfähiger sein – entspricht bei Skylake aber ohnehin gegenüber Broadwell eine neuer Generation, der „Gen9“ statt der „Gen8“. Die höchste Leistungsstufe GT4e wird aber nur den High-End-Prozessoren der Skylake-Serie vorbehalten bleiben. Alle anderen Chips nutzen dann die bekannte Aufgliederung in GT1e, GT2e und GT3e auf Basis der Gen9.

Die neue Fertigung in 14 Nanometern erhöht dabei die Energieffizienz und erlaubt beispielsweise die GT3e-Grafik auch bei Notebook-CPUs mit 15 Watt Verlustleistung einzusetzen und nicht mehr nur bei den 28-Watt-Versionen. Allerdings setzt Intel dafür den eDRAM nicht mehr im aktuellen Maximalausbau von 128 MByte, sondern teilweise nur noch mit 64 MByte. Spannend ist, dass die GT4e im Vollausbau 72 EUs und 128 MByte eDRAM verwenden wird und auf der Gen9 basiert – 50 % mehr Leistung gegenüber den Intel Iris Pro (GT3e) sind angedacht. Dabei stehen letztere auch noch nicht einmal am Markt bereit.

Bis Intel Skylake erscheint, wird noch etwas Zeit vergehen. Zumal die Veröffentlichung in mehreren Schüben erfolgen wird. Beginnen soll der Launch mit den Desktop-Chips Anfang 2016.

Quelle: Computerbase

André Westphal

Redakteur

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