Intel chancenlos im mobilen Markt

Analysten raten zum Ausstieg

Intel begreift den mobilen Markt als große Chance. Dieser Ansicht stimmen Investoren und Analysten zwar zu, bescheinigen dem Hersteller aber zugleich seine Chance vertan zu haben. Statt weiter Millionen in die Fertigung von Chips zu pumpen, die kaum ein Smartphone- und Tablet-Hersteller nutze, sollte sich Intel auf seine Stärken im PC-Bereich besinnen. So sollen 2015 nur noch 10,8 Mio. Tablets mit Google Android und Intel-Chips in die Auslieferung gehen. 2014 waren es immerhin noch 14,23 Mio. Einheiten – das spricht für abnehmendes Kunden- bzw. Hersteller-Interesse.

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Intels Marktanteile im Tablet-Segment sind gering: Weltweit rechnet man für 2015 mit 230 Mio. ausgelieferten Einheiten. Allerdings platziert sich Intel besser bei Hybrid-Notebooks / -Tablets, so dass die Auslieferungsmengen der entsprechenden Chips sich dadurch im Gesamtjahr auf 46 Mio. erhöhen könnten. Allerdings handelte es sich hier auch oftmals um Notebook-CPUs – nicht um dedizierte SoCs für mobile Endgeräte.

Analysten prophezeien, dass es für Intel sinnvoller sei bei seinen bewährten Desktop- und Notebook-Prozessoren zu bleiben. So fallen die Auslieferungsmengen im Tablet-Segment ohnehin, während die Margen bei Smartphone-SoCs gering seien. Dagegen sei Intel im Desktop- und Notebook-Markt aufgrund der Zahnlosigkeit AMDs Marktführer. In Hybrid-Notebooks mit Windows 10 werden größtenteils ebenfalls Intels Chips werkeln.

Was Intel am mobilen Markt hält, scheint auch der Hype um das „Internet of Things“ zu sein. Darunter versteht man allerlei zusätzliche Gerätschaften, die in Zukunft Online-Anbindungen aufweisen könnten – von Kaffeemaschinen über Fahrräder bis hin zur Herdplatte. Inwiefern diese Techniken allerdings wirklich bei allen Anwendern im Alltag auf Begeisterung stoßen, muss auch noch die Zeit zeigen.

Quelle: Fudzilla

André Westphal

Redakteur

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