Microsoft DirectX 12 mit schleichender Adoption

PC-Gamer dürften erst über die Jahre richtig profitieren

Die neue API Microsoft DirectX 12 gibt Entwicklern für Windows-PCs ungeahnte Möglichkeiten an die Hand, eröffnet sie doch wie an Spielekonsolen den Low-Level-Zugriff auf die Hardware. Aktuelle Grafikkarten von sowohl AMD als auch Nvidia unterstützen DirectX 12 sogar bereits. Dennoch werden wohl noch Jahre ins Land gehen, bis Gamer auf breiter Flur von der Schnittstelle profitieren. Zumindest prognostiziert dies AMDs Developer Technology Engineer Stephan Hodes. So reiche es jedenfalls keinesfalls aus extistierenden Code für DirectX 11 schlichtweg auf die neue Version zu portieren.

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Games, bei denen beispielsweise vor allem die CPU limitiere, sollen besonders von DirectX 12 profitieren. Allerdings werden die Entwickler viel Arbeit investieren und in der Regel ein Re-Design der Engine und auch der Asset-Pipeline für DirectX 12 durchführen müssen. Um DirectX 12 auszunutzen, müssen die Entwickler aber noch präziser mit der Hardware arbeiten, was Mehraufwand bzw. Mehrkosten bedeutet.

Um den Aufwand voll und ganz zu rechtfertigen müsse aber die Installationsbasis da sein: Es müssten ausreichend Gamer mit Windows 10 und entsprechenden Grafikkarten loszocken. Nur dann könne man den zusätzlichen Aufwand rechtfertigen. In Zeiten der Limitierung des PC-Gamings durch die aktuelle Konsolengeneration, ist also wahrscheinlich wirklich mit Jahren zu rechnen, bis DirectX 12 voll ausgenutzt werden kann.

Quelle: Heise

André Westphal

Redakteur

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