Qualcomm will Verkaufsverbot für Apple iPhone in China erwirken

Rechtsstreit zwischen den Herstellern geht in die nächste Runde

Qualcomm Apple Logos

Qualcomm liegt schon seit einigen Monaten im Clinch mit Apple: Letztere stellten die Zahlungen an Qualcomm ein, weil sie letzteren vorwerfen ihr Marktposition auszunutzen, um überhöhte Lizenzgebühren für Patente zu verlangen. Seitdem spielten sich die Streithähne immer wieder die Bälle zu, ohne dass es zu einer Einigung kam. Qualcomm will nun in China ein Verkaufsverbot für die Apple iPhone erwirken. Auch in China führt Qualcomm erneut an, dass Apple die Patente des Unternehmens wissentlich verletzte. Konkret geht es um Patente für „Force Touch“ und das Energiemanagement. Apple wiederum spricht von einer Taktik, hinter der nur heiße Luft stecke. Analysten wiederum glauben, dass Qualcomm Apple auf diese Weise wieder an den Verhandlungstisch zerren wolle.

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Brisant ist, dass Qualcomm nicht nur ein Verkaufsverbot, sondern auch einen Produktionsstopp für die Apple iPhone in China erwirken möchte. Dass die Gerichte hier zugunsten Qualcomms entscheiden ist aber so oder so unwahrscheinlich, denn es würde auch einbezogen werden, dass daran wirtschaftlich viele Zulieferer vor Ort hängen. So oder so würde Apple allerdings mit Sicherheit, bevor es zu einem Aussetzer in der iPhone-Produktion käme, eher unter Vorbehalt Qualcomm bezahlen. Zumal Apple gerade die iPhone 8 und 8 Plus auf den Markt gebracht hat bzw. bald das iPhone X veröffentlichen möchte.

Das wird auch Qualcomm bewusst sein, die nicht ernsthaft davon ausgehen dürften, dass sei Apples Produktion beeinträchtigen könnten. Allerdings baut man so mehr rechtlichen Druck auf. Nun liegt es an den Gerichten in China den Streit in die in oder andere Richtung zu lenken.

Quelle: Bloomberg

André Westphal

Redakteur

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