Microsoft unterstützt den OpenXR-Standard

Redmonder bekennen sich überraschend zur Konkurrenz

Virtual Reality krankt aktuell unter einer gewissen Fragmentierung: Denn viele Hersteller versuchen ihr eigenes Süppchen zu kochen. Das Ergebnis ist, dass beispielsweise Anwendungen für die HTC Vive dann nicht für die Oculus Rift erscheinen oder Oculus VR umgekehrt Spiele exklusiv für sein Headset erhalten möchte. Dazu kommen weitere, unterschiedliche Lösungen wie die Samsung Gear VR oder Google Cardboard. Gerade deswegen formieren sich mittlerweile aber auch Initiativen für Standard. Eine ist OpenXR, der es erleichtern soll herstellerübergreifend VR-Anwendungen zu entwickeln und zu nutzen.

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Relativ überraschend unterstützt nun auch Microsoft als Neuzugang zu den anderen Partnern wie HTC, Google, Samsung, Nvidia, AMD, ARM und Valve den Standard OpenXR. Das ist eine eher überraschende Ankündigung, da Microsoft mit Direct Reality quasi eine eigene Konkurrenz als abweichende API vorgestellt hat.

Allerdings bietet Microsoft mit DirectX in einem sehr ähnlichen Szenario auch eine Konkurrenz zu OpenGL und Vulkan an, ist aber trotzdem in der Khronos Group Mitglied. Die Khronos Group steckt sowohl hinter Open GL und Vulkan als auch OpenXR. Vermutlich will man sich in Redmond also in erster Linie alle Möglichkeiten offen halten.

Quelle: OpenXR(Twitter)

André Westphal

Redakteur

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