Re:scam: Email-Bot soll die Nerven von Scammern strapazieren

Schickt automatisierte aber irreführende Antworten an Kriminelle

So gut wie jeder Anwender, der über längere Zeit dieselbe E-Mail-Adresse verwendet, landet irgendwann in den Adresslisten der E-Mail-Scammer. Vermeintliche E-Mails von PayPal, Amazon oder der eigenen Bank, die zu angeblichen Sicherheitsüberprüfungen auffordern, nigerianische Prinzen, die Reichtümer zu verschenken haben oder anderweitige, angeblich wohlwollende Spender sind nur einige Ideen der Scammer, um in irgendeiner Weise Daten von naiven Empfängern zu erhalten. Auch wer nicht auf diese offensichtlichen Maschen hereinfällt, ärgert sich aber möglicherweise über seinen mit Spam überfüllten Posteingang.

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Genah hier soll Re:scam ansetzen, ein E-Mail-Chatbot der Firma Netsafe aus Neuseeland. Er kann zwar nicht verhindern, dass unsinnige E-Mails im Posteingang auftauchen, aber immerhin die Zeit der Absender verschwenden. Laut Netsafe muss man die jeweilige E-Mail dafür nur an die Adresse „me@rescam.org“ weiterleiten. Über eine Proxy-E-Mail-Adresse beginnt der Chatbot dann mit dem Absender einen Dialog. Ziel ist es dabei mit möglichst vielen und verqueren Antworten die Zeit und die Nerven der Kriminellen auf die Probe zu stellen.

Neu ist diese Idee per se nicht, Netsafe macht es Anwendern aber recht leicht Re:scam zu nutzen und somit ein wenig zurückzuschlagen. Allerdings ist zu vermuten, dass auch die Betrüger irgendwann, wenn nicht schon jetzt, mit Bots arbeiten, so dass sich am Ende nur noch sinnlose KI-Unterhaltungen hinter den Kulissen ergeben.

Quelle: The Verge

André Westphal

Redakteur

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