Intel verspricht neue, sichere CPUs für 2018

Mit neuer Architektur gegen aktuelle Sicherheitslücken 'Spectre' & 'Meltdown'

Im Rahmen der Veröffentlichung der Finanzzahlen des vorherigen Quartals hat Intel-Chef Brian Krzanich neue CPUs versprochen, die nicht von den aktuellen Sicherheitslücken ‚Spectre‘ und ‚Meltdown‘ mehr betroffen sein sollen. Diese CPUs sollen „im Laufe dieses Jahres“ erscheinen und kommen dabei nicht mit Patches oder Microcode-Updates, sondern mit einer neuen Architektur.

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Die Finanzen des vierten Quartals 2017 waren von den neuen Sicherheitslücken noch nicht betroffen, aber Intel gab zu, dass die nächsten Quartale durchaus von den Auswirkungen durch ‚Spectre‘ und ‚Meltdown‘ beeinträchtigt werden könnten. Das könne man zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht ausschließen, heißt es.

Aktuell versuchen Intel, AMD und ARM sowie diverse andere Hardware- und Software-Anbieter die aufgeloderten Brände zu löschen. Einige erfolgreiche Betriebssystem-Updates gibt es bereits, z.B. gegen Meltdown, aber manch andere Patches haben sogar zu weiteren Problemen wie automatischen Neustarts oder niedrigerer Performance geführt. Hier haben die Hersteller noch viel Arbeit vor sich und die nächste Welle von Coffee Lake Prozessoren wird weiterhin von ‚Spectre‘ und ‚Meltdown‘ betroffen sein. Das grundsätzliche Problem mit der „Speculative Execution“ und den Sprungvorhersagen, die die Basis für die Sicherheitslücken darstellen, lässt sich leider nicht so schnell lösen.

Nun also hat Intel neue Prozessoren für dieses Jahr in Aussicht gestellt, die das Problem „im Silizium“ angehen sollen, also mit einer neuen bzw. überarbeiteten Mikroarchitektur. Welche Auswirkungen diese auf die Leistungsfähigkeit haben werden und wann genau diese CPUs erscheinen werden, ist noch völlig unklar. Details nannte Intel noch keine. Man verspracht lediglich, dass die neuen CPUs noch vor Ende dieses Jahres erhältlich sein werden.


Wer übrigens seinen eigenen PC auf die Verwundbarkeit von ‚Spectre‘ und ‚Meltdown‘ überprüfen möchte, dem sei das kleine Tool „InSpectre“ empfohlen. Es prüft den PC in aller Kürze auf diese Sicherheitslücken und gibt ein schnelles Ergebnis heraus. Das Tool kommt vom Sicherheitsexperten Steve Gibson und seiner „Gibson Research Corporation“ und ist dort kostenlos zum Download erhältlich.

Quelle: Tom's Hardware

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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