MacBook Pro 2026: OLED und Touch statt Notch

Apple plant für neue 14"- & 16"-MacBooks Dynamic Island, OLED-Displays & erstmals Touch-Unterstützung

Apple bereitet laut einem Bericht des renommieren Apple-Insiders Mark Gurman eine der größten Überarbeitungen des MacBook Pro seit Jahren vor. Im Zentrum des Redesigns stehen nicht nur neue Bildschirme, sondern ein grundlegender Eingriff in das Display- und Bedienkonzept der 14- und 16-Zoll-Modelle.

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Kern der Neuausrichtung ist die Integration der von iPhones bekannten Dynamic Island. Diese soll die bisherige Notch ersetzen, die aktuell die Frontkamera im Display beherbergt. Auf dem MacBook Pro wird die Dynamic Island jedoch funktional angepasst: Anders als beim iPhone, wo zusätzlich Face-ID-Sensoren untergebracht sind, dürfte sie hier primär einen Kameraausschnitt mit softwareseitiger Integration bieten. Statusanzeigen und Systemhinweise könnten kontextsensitiv in diesem Bereich eingeblendet werden.

Parallel dazu plant Apple den Umstieg von Mini-LED auf OLED-Technologie. Das hatte sich Ende 2024 schon abgezeichnet, als berichtet wurde, dass MacBooks mit OLED und ohne Notch ab 2026 erhältlich sein werden. OLED verspricht höhere Kontraste, echte Schwarzwerte und potenziell schlankere Displaymodule. Entscheidender ist jedoch eine weitere Neuerung: Touch-Unterstützung. Berichten zufolge optimiert Apple sein Betriebssystem gezielt für neue Gesten, bei denen Berührungen zusätzliche Panels oder Interface-Elemente aufrufen. Dabei soll das Bedienkonzept ausdrücklich nicht zu einer iPad-ähnlichen Erfahrung werden, sondern als ergänzende Eingabemethode neben Tastatur und Trackpad dienen.

Bild erstellt per KI

Die Geräte tragen intern die Codenamen K114 und K116. Eine Vorstellung im Rahmen des angekündigten März-Events gilt als unwahrscheinlich. Stattdessen wird mit einem späteren Launch inklusive eigenem Keynote-Event gerechnet.

Bemerkenswert ist der strategische Kurswechsel. Apples Mitgründer Steve Jobs bezeichnete Touchscreens in Laptops einst als „ergonomisch schrecklich“. Doch der Markt hat sich verändert: Convertible-Designs und Touch-Notebooks sind längst etabliert. Mit der 2026er-Generation scheint Apple bereit, seine bisherige Designphilosophie anzupassen – kontrolliert, aber deutlich. Sollte sich der Bericht bewahrheiten, markiert diese MacBook-Pro-Iteration einen Paradigmenwechsel im Portfolio der Kalifornier.

Quelle: Bloomberg

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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