Die Radeon RX 9070 XT entwickelt sich zu einem ernstzunehmenden Erfolg für AMD. Das zeigen die aktuellen Zahlen der Steam-Hardwareumfrage für August 2026: Die RDNA4-Grafikkarte kommt inzwischen auf einen Anteil von 1,46 Prozent unter den von Steam erfassten Systemen. Damit gewinnt AMDs aktuelles High-End-Modell bei PC-Spielern spürbar an Bedeutung.
Zwar liegt die RX 9070 XT damit noch hinter einigen Konkurrenzmodellen. Die GeForce RTX 5070 Ti erreicht beispielsweise 1,82 Prozent. Entscheidend ist jedoch die Dynamik: Die AMD-Karte konnte ihren Anteil zuletzt kontinuierlich ausbauen und gehört damit zu den erfolgreicheren aktuellen Radeon-Modellen.
Die Entwicklung erinnert an die Radeon RX 6600, die sich während der RDNA2-Generation zu einer vergleichsweise beliebten Mainstream-Grafikkarte entwickelte. Auch die RX 9070 XT scheint bei Spielern zunehmend als Alternative zu Nvidias etablierten GeForce-Modellen wahrgenommen zu werden.
Technisch basiert die Grafikkarte auf der RDNA 4 Architektur und dem Navi 48 Grafikchip. Die im März 2025 eingeführte Radeon RX 9070 XT verfügt über 64 Compute-Einheiten und 4096 Stream-Prozessoren. Für hohe Auflösungen und anspruchsvolle aktuelle Spiele stehen 16 GByte GDDR6-Speicher zur Verfügung. Ergänzt wird der Speicher durch 64 MByte Infinity Cache, der den Zugriff auf häufig benötigte Daten beschleunigen und damit zur Performance beitragen soll.
Beim Takt sind je nach Modell Boost-Frequenzen von bis zu 2970 MHz möglich. Damit positioniert AMD die RX 9070 XT klar im leistungsstarken Segment und nicht als günstigere Alternative für Einsteiger. Das Modell wurde letztes Jahr zu einem Preis von knapp 600 US-Dollar eingeführt, ist derzeit aber kaum unter 750 Euro zu bekommen.
Der steigende Steam-Anteil ist allerdings noch keine Garantie für einen langfristigen Erfolg. Entscheidend dürfte sein, ob AMD die Preise und Verfügbarkeit der RX 9070 XT dauerhaft im Griff behält. Gerade angesichts anhaltender Herausforderungen bei Lieferketten und Komponentenpreisen kann eine attraktive Grafikkarte schnell an Wettbewerbsfähigkeit verlieren, wenn Händlerpreise deutlich steigen oder die Karten nicht ausreichend verfügbar sind.
Quelle: IT Home (China)

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