Die Smart-Glasses von Meta haben eine hitzige Debatte ausgelöst. Denn mit der Kamera lassen sich mit ein paar Kniffen unbemerkt Personen filmen – was in Deutschland in vielen Szenarien verboten ist. Zwar soll eine kleine LED an den Brillen signalisieren, wenn ein Video aufgenommen wird, doch diese bemerkt nicht jeder. Dazu kommt, dass es Sticker gibt, um diese LED abzukleben. Das soll die Brille eigentlich erkennen und dann die Aufnahme verweigern, doch die Anbieter der Aufkleber werden immer geschickter dabei, dies auszuhebeln. Bei einem Nachfolgemodell namens „Project Luna“ will Meta selbst eingreifen.
Denn Project Luna soll schlichtweg keine integrierte Kamera für Foto- und Videoaufnahmen mehr enthalten. Erscheinen könnten die neuen Smart Glasses bereits im Herbst 2026. Im Fokus sollen bei der smarten Brille Assistenzfunktionen per Sprache stehen. Offenbar will Meta dabei auch seinen in den USA bereits gestarteten KI-Agenten Muse einbinden. Zur Aktivierung der KI-Features soll es an der Seite einen dedizierten Button geben.
Der Verzicht auf die Kamera soll auch den Vorteil haben, dass die Bügel schmaler ausfallen können, weil weniger Technik verbaut werden muss. Damit könnte Project Luna noch mehr wie eine Standard-Brille aussehen. Für seine neuen Smart-Glasses wird Meta zudem wohl nicht mehr auf das Ray-Ban-Branding setzen. Es könnten dabei zwei Designs auf den Markt kommen. Angeblich nennen sich jene Clubmaster und Burbank. Mit einer Auslieferung sei laut Gerüchten ab Oktober 2026 zu rechnen.
Ob Meta mit Smart-Glasses ohne Kamera alle Bedenken hinsichtlich Privatsphäre und Datenschutz zerstreuen kann, muss sich zeigen. Videoaufzeichnungen wären dann zwar nicht mehr möglich, aber die verbauten Mikrofone könnten in diesem Zusammenhang ein Thema bleiben. Schließlich ermöglichen sie verdeckte Audioaufzeichnungen.
Quelle: The Information

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