Deutsche treiben im Europa-Vergleich am wenigsten Sport

(Auszug aus der Pressemitteilung)

Das größte Hindernis beim Heimtraining ist nicht der Preis und nicht der Platz, sondern die fehlende Lust. In keinem anderen Land nennen so viele diesen Grund wie in Deutschland. Das zeigt eine repräsentative Umfrage im Auftrag von Galaxus in Deutschland, Österreich, Schweiz, Frankreich und Italien.

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Die Yogamatte lehnt seit Ostern hinter der Tür. Das Springseil liegt unter dem Bett, die Faszienrolle irgendwo daneben. Gekauft wird viel, genutzt wird allerdings bei weitem nicht alles. Wie unterschiedlich Europa in den eigenen vier Wänden trainier und bei welchen Sportgeräten die Lust schnell vergeht, zeigt eine repräsentative Umfrage von YouGov im Auftrag von Galaxus.

Die Matte gehört zur Grundausstattung

Die Yogamatte ist in allen fünf Ländern das häufigste Sportgerät für den Heimgebrauch. In der Schweiz hat fast die Hälfte der Bevölkerung eine, in Frankreich jeder dritte. Dahinter folgen Gewichte und Fitnessbänder. Große Maschinen wie Kraftstationen oder Rudergeräte sind überall die Ausnahme.

Am besten ausgerüstet ist Österreich. Dort kommen auf jede befragte Person fast drei Sportgeräte, in Frankreich sind es weniger als zwei. Die Schweiz liegt mit gut zwei Geräten pro Kopf im vorderen Mittelfeld. Ohne Sportgerät lebt in Österreich nur jede sechste Person, in Frankreich jede dritte.

Eine Eigenheit des deutschsprachigen Raums ist derweil die Faszination für Faszienrollen: In der Schweiz und in Österreich liegt in jedem vierten Haushalt eine, in Deutschland in jedem fünften. In Frankreich und Italien besitzt nur jede zwanzigste Person eine Faszienrolle.

Besitzen heißt nicht benutzen

In italienischen und französischen Haushalten kommt über die Hälfte aller vorhandenen Sportgeräte mindestens einmal pro Woche zum Einsatz, in der Schweiz nur jedes dritte. Bei den Helveten verstauben also im Ländervergleich die meisten Sportgeräte. Fast die Hälfte der Utensilien benutzen Schweizerinnen und Schweizer seltener als einmal im Monat oder gar nie. Das liegt nicht an der Art der Geräte: Ob Yogamatte, Hantel oder Hometrainer, bei jedem einzelnen wird die Schweiz am seltensten aktiv.

Besonders deutlich wird es beim Springseil: In der Schweiz besitzt jede fünfte Person eins, regelmäßig geschwungen wird es aber nur von jeder siebten von ihnen. Konsequenter sind die Menschen in Italien: Hier springt fast jede zweite Person mindestens einmal pro Woche über deren Seil.

Am Produkt selbst liegt es übrigens fast nie: Dass ein Gerät nicht hält, was es verspricht, sagen europaweit nur die wenigsten. Häufigster Grund der Muffel über alle Länder ist die fehlende Lust.

Im Schrank, unter dem Bett, mitten im Weg

Weggeräumt wird selten, weggegeben noch seltener. Rund ein Viertel der ungenutzten Geräte verschwindet im Schrank, ein weiteres Viertel steht sichtbar in der Wohnung. Verkauft oder verschenkt wird in allen Ländern weniger als jedes zehnte Sportgerät. Immerhin schwitzt in der Schweiz in einem Viertel der Fälle jemand anderes im Haushalt.

Die Schweiz geht lieber raus

Menschen ohne Sportgerät im Haus oder in der Wohnung treiben oft gar keinen Sport: In Deutschland und Italien sagen das mehr als vier von zehn Personen. Nur die Schweiz schert aus: Hier nennt nicht einmal jede fünfte Person diesen Grund. Dafür bewegen sich gut vier von zehn lieber draußen – der mit Abstand höchste Wert aller fünf Länder.

Das Sportgerät im Wohnzimmer verliert in der Schweiz also selten gegen das Sofa; es verliert gegen den Waldweg, das Abo im Fitnesscenter und gegen die Erkenntnis, dass ein Springseil zwar wenig kostet, aber trotzdem geschwungen werden will. Bis dahin bleibt es liegen, meistens gut sichtbar. Damit man nicht vergisst, dass man es hat.