(Auszug aus der Pressemitteilung)
Im September 2026 präsentieren Lexar und Leica in der Leica Gallery Amsterdam die Fotoausstellung „Threads of Time: A Journey Through Silk and Lens“, die sich mit Suzhou-Kesi befasst, einem traditionellen chinesischen Seidenwebhandwerk, das für seinen äußerst detailreichen handwerklichen Herstellungsprozess bekannt ist.
Das Projekt begleitet den mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Leica-Fotografen Jing Huang bei der Dokumentation des Arbeitsprozesses von Hao Naiqiang (auch bekannt als Jingwei), einem jungen Kesi-Künstler und Bewahrer des Suzhou-Kesi-Handwerks. Durch Huangs Objektiv fängt die Ausstellung die Menschen, Werkzeuge, Texturen, Gesten und die stille Disziplin ein, die hinter Kesi stehen, und präsentiert es nicht nur als Kulturgut, sondern als einen lebendigen Prozess, der von Händen, Zeit und Geduld geprägt ist.
Ein lebendiges Handwerk, geprägt von Zeit
Suzhou-Kesi ist eine der aufwendigsten Formen der traditionellen chinesischen Seidenweberei. Im Gegensatz zu bedruckten oder bestickten Textilien entsteht Kesi durch einen langsamen, handwerklichen Webprozess, bei dem der Künstler Faden für Faden einarbeitet, um filigrane Muster, Farben und Texturen zu formen. Jedes Stück erfordert Geduld, Präzision und eine tiefe Vertrautheit mit dem Material.
Für Jingwei ist Kesi nicht nur eine Technik, sondern eine Möglichkeit, das kulturelle Gedächtnis durch tägliche Praxis weiterzuführen. Das Handwerk existiert nicht nur im fertigen Seidenkunstwerk, sondern auch in den wiederholten Handbewegungen, den Werkzeugen, den Entscheidungen und der Konzentration, die dem Entstehen des endgültigen Stücks vorausgehen.
„Was mich an Kesi am meisten bewegt, ist seine Zurückhaltung“, sagt Jingwei, Kesi-Künstler. „Es ist keine freie Geste. Es entsteht innerhalb der Ordnung von Kette und Schuss, langsam aufgebaut durch Zeit, Geduld und die Erfahrung der Hand.“
In der Ausstellung „Threads of Time“ wird Kesi als ein Handwerk präsentiert, in dem Zeit sichtbar wird – in der Spannung der Seidenfäden, im Rhythmus der Hände, in der Beziehung zwischen dem Künstler und dem Material sowie in der stillen Disziplin, die in jedem gewebten Detail steckt.
Fotografie als Art des Sehens
Um Jingweis Arbeitsweise zu dokumentieren, haben Lexar und Leica Jing Huang eingeladen, dessen Bildsprache stark von der Malerei beeinflusst ist, insbesondere von der chinesischen Tuschemalerei und kleinformatigen Kompositionen. Anstatt Kesi als reines Dokumentationsobjekt zu betrachten, sucht Huang nach Stille, Zurückhaltung, Ausgewogenheit und Negativraum innerhalb des Handwerks.
In seiner Fotografie geht es weniger darum, ein Kulturgut zu erklären, als vielmehr darum, ein visuelles Erlebnis zu gestalten. Durch sein Objektiv werden die Werkzeuge, Fäden, Hände und Details der Werkstatt Teil einer umfassenderen Auseinandersetzung mit Form, Textur und Zeit.
„Für mich geht es bei der Fotografie nicht nur darum, Zeit festzuhalten“, sagte Jing Huang. „Manchmal geht es darum, die Zeit zu vergessen. Was in einem Bild bleibt, ist nicht einfach nur, wann oder wo es aufgenommen wurde, sondern ob es ein Gefühl von Schönheit in sich trägt, das auch über diesen Moment hinaus noch spürbar ist.“
In einer Zeit, in der Bilder augenblicklich erzeugt werden können, gewinnt diese Art der fotografischen Praxis eine neue Bedeutung. Es geht nicht nur darum, ein Bild zu produzieren, sondern darum, mit einem echten Menschen, einem echten Handwerk und einem echten Moment präsent zu sein. Durch Huangs Fotografien wird Suzhou Kesi nicht imaginiert oder nachgestellt. Es wird beobachtet, erlebt und als Teil einer visuellen Dokumentation bewahrt.
Ein Dialog zwischen dem Auge des Fotografen und der Hand des Handwerkers
Die in der Leica Gallery Amsterdam präsentierte Ausstellung vereint traditionelles Handwerk, zeitgenössische Fotografie und die Frage, wie visuelles Gedächtnis kulturübergreifend weitergegeben wird.
„Was dieses Projekt so bedeutungsvoll macht, ist der Dialog zwischen dem Blick des Fotografen und der Hand des Handwerkers“, sagte Linda Warmerdam, Leiterin und Kuratorin der Leica Gallery Amsterdam. „Durch die Fotografie kann das Publikum Suzhou-Kesi nicht nur als Kulturgut erleben, sondern als lebendigen Prozess, der von Zeit, Geduld und menschlicher Präsenz geprägt ist.“
Indem „Threads of Time“ Kesi in den Kontext einer Fotogalerie stellt, lädt die Ausstellung das Publikum dazu ein, über das fertige Kunstwerk hinauszuschauen und sich mit dem dahinterliegenden Entstehungsprozess auseinanderzusetzen: den Bewegungen, Materialien und Momenten, die oft unsichtbar bleiben, sobald ein Werk vollendet ist.
Warum Lexar Teil dieser Geschichte ist
Die Rolle von Lexar in diesem Projekt beginnt mit einer einfachen Idee: Bevor ein Foto zu einem Ausstellungsabzug, einem Filmstill, einem Pressefoto oder Teil eines kulturellen Archivs wird, existiert es zunächst als Originaldatei, die sicher aufbewahrt werden muss.
Als Marke, der Fotografen, Videografen und Kreative vertrauen, unterstützt Lexar seit langem den kreativen Workflow von der Aufnahme bis zur Archivierung. In „Threads of Time“ wird diese Rolle Teil einer umfassenderen Geschichte über das Gedächtnis. Leica hilft dabei, das wirklich Gesehene festzuhalten. Lexar hilft dabei, die dahinterliegende Originalaufnahme zu bewahren.
„Bevor ein Bild zu einem Ausstellungsabzug, einem Filmstill oder einem Teil eines Kulturarchivs wird, existiert es zunächst als Originaldatei, die geschützt werden muss“, sagte Grace Su, General Managerin für Europa bei Lexar. „Mit diesem Projekt untersuchen Lexar und Leica, wie echtes Handwerk, echte Fotografie und zuverlässige Speicherung zusammenwirken können, um Momente zu bewahren, die nicht wiederhergestellt werden können.“
Für Lexar geht es bei diesem Projekt nicht darum, die Bedeutung von Kulturerbe zu definieren, sondern zur Kernaufgabe der Marke zurückzukehren: Menschen dabei zu helfen, Momente, Werke und Erinnerungen zu bewahren, die sonst nur einmal existieren würden.
Warum dies für Verbraucher wichtig ist
Die Geschichte von „Kesi“ mag mit einem traditionellen Handwerk beginnen, doch ihre Bedeutung reicht über das Kulturerbe hinaus. Nicht jeder schafft ein kulturelles Kunstwerk, aber jeder hat Momente, die er nicht verlieren möchte – eine Familienerinnerung, ein kreatives Projekt, eine Reise, einen Meilenstein oder ein Werk, das nur einmal existiert.
In einer Zeit, in der Bilder schneller denn je erzeugt werden können, gewinnt der Wert eines echten, festgehaltenen Moments an Bedeutung. Ein generiertes Bild mag ähnlich aussehen, aber es kann das Erlebnis, selbst dabei gewesen zu sein, nicht ersetzen. Es kann weder die Person noch den Moment, die Emotion oder die Erinnerung hinter dem Bild ersetzen.
Hier kommt der Bedeutung der Fotografie und der Archivierung eine entscheidende Rolle zu. Die Fotografie zeugt davon, was wirklich gesehen wurde. Die Archivierung schützt die ursprüngliche Aufzeichnung, sodass Menschen immer wieder darauf zurückgreifen können.
In diesem Sinne ist „Threads of Time“ nicht nur eine Ausstellung über die Seidenweberei. Sie ist auch eine Reflexion darüber, was Fotografie und Archivierung nach wie vor auf einzigartige Weise leisten können: Präsenz bewahren, Erinnerungen weitergeben und echten Momenten eine Zukunft jenseits des Augenblicks selbst schenken.
Informationen zur Ausstellung
Ausstellung: „Threads of Time: A Journey Through Silk and Lens“
Präsentiert von: Lexar × Leica
Ort: Leica Gallery Amsterdam
Start der Ausstellung: 11. September 2026
Vorgestellter Fotograf: Jing Huang
Vorgestellter Kesi-Künstler: Hao Naiqiang (Jingwei)
Vorgestelltes Handwerk: Suzhou Kesi, traditionelles chinesisches Seidenwebhandwerk


Neueste Kommentare
16. September 2026
15. September 2026
12. September 2026
4. September 2026
4. September 2026
2. September 2026