Deutsche Telekom im KI-Rausch: Künstliche Intelligenz soll Milliarden sparen

Kundenservice erfolgt beispielsweise bereits teilweise über Chatbots

Die Deutsche Telekom will ihren Geschäftskunden-Umsatz außerhalb der USA bis 2030 auf rund 800 Mio. Euro steigern. Zudem will man bis 2030 auch im Segment für Privatkunden auftrumpfen. Als wichtigen Faktor sieht man dabei künstliche Intelligenz an. KI soll nämlich bis zum genannten Jahr für Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro sorgen, wenn man mit 2023 vergleicht. Dabei soll KI in unterschiedlichsten Bereichen greifen.

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Etwa könne KI Mitarbeiter im Kundendienst unterstützen. Zudem erkenne künstliche Intelligenz Auslastungen im Mobilfunknetz früher und helfe mit technischen Maßnahmen, rechtzeitig Lösungen zu finden. Zudem will die Deutsche Telekom Angebote im Bereich souveräner KI aus Europa machen. Dafür verbindet die Telekom ihre Netze und europäische Infrastruktur mit Technologien von Partnern.

08.08.2016 Bonn Zentrale Deutsche Telekom AG/ Aussenaufnahme magenta Stele

Bei Telefonaten kommt z. B. der Magenta AI Assistant ins Spiel. Er kann Gespräche im Mobilfunk live übersetzen, Fragen beantworten und Inhalte zusammenfassen, ohne dass eine zusätzliche App oder ein neues Endgerät benötigt würde. Hier sieht man bei der Deutschen Telekom das Potenzial, Zusatzdienste und erweiterte KI-Tarife zu verkaufen. Im Marketing spannt die Telekom KI etwa für ihr Bonusprogramm Magenta Moments ein, um Kunden personalisierte Angebote zu unterbreiten.

Die Telekom setzt KI nach eigenen Angaben dort ein, wo große Mengen wiederkehrender Arbeit anfallen: im Netzbetrieb, im Kundenservice, in der Softwareentwicklung und in Verwaltungsprozessen. Man spricht zwar stets davon, dass die KI Menschen unterstützen und entlasten solle, doch vermutlich sind auch Entlassungswellen eingeplant – die erwähnt man nur in der Pressemeldung nicht, da sie weniger werbewirksam wirken.

Für 2027 erwartet die Telekom außerhalb der USA durch KI und Automatisierung rund 1,1 Milliarden Euro Bruttoeinsparungen gegenüber 2023. Bis 2030 strebt sie Einsparungen von rund 2,5 Milliarden Euro bei den indirekten Kosten an, ebenfalls gegenüber 2023. Ob das alles wirklich so klappt, muss sich natürlich zeigen. Denn andere Kosten, etwa für Chips, Rechenkapazitäten und Speicher steigen aktuell rasant.

Quelle: Telekom

André Westphal

Redakteur

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