Aktuell streitet man sich in der IT-Welt darum, wie lange die Speicherkrise noch anhalten könnte. So hat der KI-Hype die Preise für RAM und Speicherplatz explodieren lassen. Insbesondere DDR5-RAM ist davon betroffen und kostet derzeit rund das Vierfache von dem, was Anfang 2025 üblich gewesen ist. Zumindest Dell geht davon aus, dass sich die Lage 2027 nochmals weiter verschlechtern dürfte.
Genau das hat jedenfalls Michael Dell, Gründer und auch Vorstandschef des Herstellers, in einem Gespräch mit Investoren zu Protokoll gegeben. So bleibe die Nachfrage hoch, während die Produktionskapazitäten sich kurzfristig kaum erhöhen lassen. Und sollte es zu besserer Auslatung bzw. mehr Effizienz oder Umstellungen kommen, dann würden jene in erster Linie erneut den Rechenzentren zugutekommen, nicht aber z. B. Anbietern von OEM-PCs für Privatkunden.
Bei Dell rechnet man daher damit, dass die Lieferengpässe noch bis zu vier Jahre anhalten könnten. Erst ab 2029 oder gar 2030 sei mit Linderung am Markt zu rechnen. Dass es vorher zu einer kurzfristigen Entspannung am RAM- und Speichermarkt kommen könnte, hält Dell für sehr unwahrscheinlich. Der Ausbau von Rechenzentren dürfte auch in den kommenden Jahren weitergehen.
Auch Dell profitiert davon, da der Hersteller auch Geschäftskunden aus dem Serverbereich beliefert und dort Milliardenaufträge erhält. Privatkunden müssen sich wiederum derzeit ganz hinten anstellen.
Quelle: The Wall Street Journal

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