Speicherkrise: Das Schlimmste kommt wohl erst noch

SK hynix wagt düstere Prognosen

Sowohl der südkoreanische Speicherhersteller SK hynix als auch der taiwanesische IT-Anbieter ADATA gehen nicht von einem baldigen Ende der Speicherkrise aus. Beide rechnen damit, dass die Nachfrage das Angebot noch bis 2030 bzw. darüber hinaus übertreffen wird. Statt mit Besserung rechnen sie mit einer Verschlechterung der Situation, besonders im Jahr 2027.

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SK hynix betont, dass 2027 wohl das schlechteste Jahr aller Zeiten werden könnte, was die Verfügbarkeit von Speicher betrifft. Die Nachfrage der Kunden steige und steige, während man seine Fertigungskapazitäten nur langfristig erweitern könne. Da fasst man als Standorte die USA, Südostasien bzw. Japan ins Auge. Eine konkrete Entscheidung steht jedoch noch aus. Allerdings gibt es auch Marktforscher, welche die Situation anders beurteilen und an ein baldiges Platzen der KI-Blase glauben. Dann könnte die Nachfrage nach Speicher rasant einbrechen.

SK hynix GDDR7

Da scheiden sich jedenfalls die Geister. Dass SK hynix besonders optimistisch ist, was die Nachfrage betrifft, überrascht sicherlich niemanden. Schließlich liefert man den Speicher und profitiert somit immens vom KI-Hype. ADATA sieht es dabei genau so und nimmt sogar an, dass die KI-Blase frühestens ab 2030 ein Thema sein könnte. Der Speichermangel könnte nach Ansicht des Herstellers sogar noch rund 10 Jahre anhalten.

So könne die Nachfrage weder von den drei größten Herstellern, also Samsung, SK hynix und Micron, gedeckt werden noch von aufstrebenden chinesischen Unternehmen.

Quelle: Reuters

André Westphal

Redakteur

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