WoW - ein normales spiel oder zeitkiller?

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lachsi
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WoW - ein normales spiel oder zeitkiller?

Ungelesener Beitrag von lachsi » 13.11.2008, 20:48

hallo miteinander...

ich war natürlich heut in der schule, jedoch war es heut einwenig anders... viele fehlten :> ich fragte mich natürlich warum... da hörte ich schon an einer ecke eine clique über world of warcraft reden.. gestern nacht um 12 uhr soll mediamarkt angeblich für ein videospiel geöffnet haben... für mich zuerst eine absurte vorstellung, als ich im internet nachsah entdeckte ich erstaunliches, abgesehen davon das die wow spieler die heute tatsächtlich in die schule kamen nicht in der lage waren sport mitzumachen.. viele schliefen auch wärend dem unterricht. einer behauptete er hat nachdem er das spiel erworben hat bis morgens um 5 gedaddelt und ist um 1 level weiter gekommen.. die anderen wow spieler bewunderten ihn, ich jedoch begriff es garnicht. ich sah videos auf youtube mit 10000 leuten (vll mehr) beim media markt, einer kam sogar ins krankenhaus oO.. ich hab das spiel einmal gespielt, jedoch bin ich nicht so der typ für sowas, bei mir reicht die intelligenz nicht um so ein spiel zu verstehen :D alleine das hud-menu mit den ganzen symbolen.. Oo

was haltet ihr davon, heute hab ich auch einpaar fernseh berichte gesehen, da wird von väter gesprochen die keine zeit mehr für ihre kinder/famillie haben weil sie wow zocken..

was macht das spiel so süchtig, wenn man es so nennen darf... immerhin spiel ich schon seit 5 jahre oder mehr cs und das vll einpaarmal inner woche oder mal auf lan... das wars aber auch... wenn ihr euch erinnert wie hl2 rauskam passierte das nicht, bzw nicht so heftig.

was haltet ihr davon?

ps: nicht gleich als kritik warnehmen :D ich will nur wissen was die leute treibt ihre schule wegen einem spiel zu schmeissen

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Laz-Y
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Ungelesener Beitrag von Laz-Y » 13.11.2008, 21:15

Nunja, WoW macht anscheinend viel Spass, und wie das bei allen Dingen ist, die Spass machen, kann man es damit auch übertreiben.
Wenn aber bereits in einer Klasse mehrere Leute betroffen sind, entwickelt das schon erstaunliche und Besorgnis erregende Ausmaße.

Aber mal ehrlich. Ich hab damals als Kind auch teilweise bis spät in die Nacht Siedler 1 gespielt :D Haben wir sowas nicht alle gemacht?
Nur eben mit dem Unterschied, dass ich dann 1. von meinen Eltern was zu hören bekam und 2. das Spiel dann auch irgendwann langweilig wurde.

Anscheinend ist beides heutzutage nicht mehr der Fall ... ?

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lachsi
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Ungelesener Beitrag von lachsi » 13.11.2008, 21:25

genau die sorge habe ich immoment auch, ich meine mir ist es egal was meine schulkameraden treiben (wenn man es arrogant sehen würde). jedoch ist es maßlos übertrieben.. immerhin ist bei 1.6 niemand mehr online, früher aus clanzeiten hatte ich noch über 200 leute in xfire, mit gemischten cs, hl, etc symbolen jetzt ist es nurnoch ein "w" oO es gibt sogar leute die sage un schreibe 160 stunden in 2 wochen gespielt haben!! könnt ihr euch das vorstellen?? das sind 11 stunden am tag...

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Ungelesener Beitrag von fassy » 13.11.2008, 21:49

@Laz-Y

Stimmt auch ich habe nächtelang gezockt, und tu es auch immer noch ab und an wenn mich was packt. Aber die ganzen MMO-Spiele haben das ganze gründich geändert. Wenn ich früher ne Nacht lang geballert habe, oder ein anderes Spiel gespielt habe konnte ich da keinem was zeigen oder mir auf die grünen Schulterpolster was einbilden. ;)

Bei den Onlinespielen sieht das anders aus - da repräsentiert der Charakter. Und je länger du spielst um so mehr hast du zu zeigen. Ich glaube nicht das die Leute im Spiel hängen bleiben weil es so spannend ist wie ein guter Singleplayer mit Story oder ein taktisches Spiel wie Dune 2000 - sondern weil sie Leveln können und neue Gegenstände sammeln die sie am nächsten Tag ihren Freunden zeigen können um dafür beneided zu werden.
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Ungelesener Beitrag von Peter_der_Vermieter » 13.11.2008, 22:06

Hätte mir das nicht einer früher sagen können? So hätte man heute optimal rausfinden können wer denn alles WoW spielt. Jetzt hab ich natürlich nicht drauf geachtet, wer alles in der Vorlesung war. War aber nicht leerer als sonst.


btw: am Tag nachdem ich GTA 4 hab werde ich auch in keine Vorlesung gehen :-)
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Ungelesener Beitrag von Tackleberry » 13.11.2008, 22:39

Sehe das ähnlich wie Fassy. Bei Online-RPGs kann man sehr schnell (soziale) Erfolgserlebnisse einsacken. Während man im echten Leben zwei Tage für eine Schulklausur lernen muss, 12 Jahre für das Abitur oder 3 Jahre um im Job befördert zu werden, hat man (anfänglich) nach wenigen Stunden zocken schon ein neues Level erreicht oder einen neuen tollen Gegenstand gefunden. Auch das Goldbestand wächst deutlich schneller als der Saldo des Girokontos. Gerade als Schüler hat man ja das Problem, dann das man im echten Leben kaum greifbare Belohnungen für seine Leistungen bekommt. In Wow bekommt man sie häufig und mit wenig Zeiteinsatz. Das ist so meine Theorie.

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Ungelesener Beitrag von st3660a » 13.11.2008, 23:09

Tackleberry hat geschrieben:Sehe das ähnlich wie Fassy. Bei Online-RPGs kann man sehr schnell (soziale) Erfolgserlebnisse einsacken. Während man im echten Leben zwei Tage für eine Schulklausur lernen muss, 12 Jahre für das Abitur oder 3 Jahre um im Job befördert zu werden, hat man (anfänglich) nach wenigen Stunden zocken schon ein neues Level erreicht oder einen neuen tollen Gegenstand gefunden. Auch das Goldbestand wächst deutlich schneller als der Saldo des Girokontos. Gerade als Schüler hat man ja das Problem, dann das man im echten Leben kaum greifbare Belohnungen für seine Leistungen bekommt. In Wow bekommt man sie häufig und mit wenig Zeiteinsatz. Das ist so meine Theorie.
Würde das auf so ziemlich alle Spiele ausweiten. Man bekommt in Spielen in kurzer Zeit Dinge die man im realen Leben nicht oder nur langsam bekommt, zum Teil allerdings auch nicht bekommen will (Headshot^^). Das "Erfolgsrezept" und gleichzeitig die Gefahr wenn man so will von WOW kann ich mir allein damit aber nicht erklären. Realitätsflucht im großen Stil. Was sagen denn die Ex-WOW'ler hier dazu? Was war rückblickend das was euch gefangen hat?

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Tackleberry
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Ungelesener Beitrag von Tackleberry » 13.11.2008, 23:50

Naja, der Punkt ist, dass Offline-Spiele irgendwann zu Ende Ende. Irgendwann hat man wirklich alles gesehen, alles erforscht und ist mit jeder Charakterklasse/Partei durch.

Bei Online-RPGs sind aber tausende Leute online mit denen man immer neuen Blödsinn machen kann oder einfach nur chatten. Man kann einfach soziale Beziehungen aufbauen und relativ billig pflegen kann. Freunde zu Hause einladen erlaubt Mutti vielleicht nicht, zum Shoppen und Abhängen im Einkaufszentrum/Cafe hat man vielleicht kein Geld. In WoW kann man mit relativ wenig monetären Kosten seine Kontakte/Freunde pflegen und durch die von der Anonymität auf null abgeschwächten Hemmschwelle zur Kontaktaufnahme viele neue Leute kennen lernen, was im realen Leben für viele schwierig bis unmöglich ist.

Naja, es ist spät und schwafele schon wieder ein wenig aber vielleicht kommen meine Kerngedanken ja trotzdem durch. ;)

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Ungelesener Beitrag von Konsumierer » 13.11.2008, 23:51

Das Problem ist denke ich, dass der Character nur dann besser wird, wenn man spielt. Um es genauer auszudrücken, die Stärke nimmt proportional zum Zeiteinsatz zu. Selbes Phänomen konnte ich auch bei meinem kleinen Bruder und anderen beobachten, als diese Browsergames im Trend waren. Jede freie Minute sind die auf einer Homepage gewesen und haben da rumgeklickt, um eine größere Streitmacht aufzubauen.

Es kommt bei diesen Spielen also nicht auf besonders hohe Reaktion, Geschicklichkeit oder Intelligenz an, sondern nur um einen möglichst großen Zeiteinsatz. Und um mit den anderen mithalten zu können muss man halt immer noch mehr spielen.

Ich zock ja auch ganz gerne mal. Aber wenn ich PES oder Q3 CPMA online zocke, dann ist bei mir irgendwann der Punkt erreicht, wo mich das Spiel auch mal ankotzt und ich keinen Bock mehr habe und deshalb aufhöre. Bei WoW (ich habs nie gespielt) scheint es diesen Punkt nicht zu geben und das ist sicherlich absichtlich so gemacht. Schließlich verdient ja auch Blizzard umso mehr, je länger (in Monaten) jemand spielt.

Aus meiner Sicht ist WoW eine Gefahr für die soziale Kompetenz und sollte am besten gar nicht erst ausprobiert werden.

@tackle: guter Gedanke! :)
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Ungelesener Beitrag von Apo » 14.11.2008, 00:23

Konsumierer hat geschrieben:Selbes Phänomen konnte ich auch bei meinem kleinen Bruder und anderen beobachten, als diese Browsergames im Trend waren. Jede freie Minute sind die auf einer Homepage gewesen und haben da rumgeklickt, um eine größere Streitmacht aufzubauen.
Wobei ich diese Browsergames - zumindest die Konsorten, wie Galaxy Wars und Co, von früher, denn die aktuellen kenne ich nicht - noch extremer finde. Bei WoW muss ich wenigstens keine Angst haben, dass mein Charakter nach 24-stündigen Offlinephase nicht mehr da ist. Bei den Browser Games war dann plötzlich meine gesamte Flotte putt und meine Ressourcen futsch.

WoW hab ich nur zum Release gespielt. Erst, dank Cyberlord, ein wenig die Beta zum anfixen und dann halt ab Launch für ein bis zwei Wochen wirklich intensiv. Da kam ich dann in den ersten 5 Tagen auch auf knappe 50h und danach gings mit der Spielzeit steil bergab. War mir dann einfach zu zeitraubend. Und wenn man nicht nach System spielt, also an bestimmten Stellen leveln, Gold farmen oder seinen Beruf auszubilden, dann ist man sowieso ziemlich hinten dran. Des Weiteren durften Cyberlord und ich auch erschreckende Negativbeispiele kennenlernen, die z.B. ihre Freundin wegen WoW verloren und einfach nicht mehr vom Spiel loskamen.
Insgesamt hat es wirklich sehr viel Spaß gemacht, auch wenn wir fast die ganze Zeit nur zweit waren. Ich überlege auch oft, ob ich nicht nochmal wieder eintauche aber dafür fehlte mir in den letzten Jahren und auch jetzt noch einfach die Zeit.

Nettes Detail am Rande: Während der Beta war ich gerade in der Klausurvorbereitung für die Uni. Interessanterweise habe ich trotz der WoW-Beta die beste Klausurphase meiner gesamten Unizeit hingelegt mit 5 (gar nicht mal schlecht) bestandenen Klausuren in einer Woche. Irgendwie hatte ich da ein ausgezeichnetes Zeitmanagement, dass mir neben intensiven Lernen und Sport auch noch erlaubte WoW zu spielen.

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Ungelesener Beitrag von PdW » 14.11.2008, 01:51

Also ich zocke zur Zeit Warhammer Online. Erfahrung mit WoW habe ich seit der open Beta und dann mit 2 Chars bis lvl 70.

Ich muss sagen, dass WoW derart auf Zeitverbrennen ausgelegt ist, dass es schon nervt. Das merke ich besonders im Vergleich mit Warhammer.

Beispiele WoW: Nervige Sammelquests mit ewigem Rumgelaufe, lange Reisezeiten tlw., Berufe welche im Endstatium in sinnloses Mat-Gefarme ausarten, auch BG-Wartezeiten waren zum Teil extrem lang, ...
... Signatur ist momentan im Wartungsmodus.

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Ungelesener Beitrag von Soulprayer » 14.11.2008, 03:17

Ich oute mich mal als ehemaliger Suchtie.

Ich habe drei lange Jahre WoW gezockt. Das erste Jahr wirklich sehr intensiv, auf drei Monate kam ein Monat Nettospielzeit. (was für MICH sehr viel ist, bedenkt man, daß ich nebenbei nicht nur arbeitete sondern am Wochenende auch noch Freunde traf!)
Nach einem Jahr hatte ich etwas mehr als hundert Tage Nettospielzeit, ich weiß es nicht mehr genau. Aber für mich war es in dieser Zeit eher eine Ablenkung, ein Rollenspiel mit Gleichgesinnten. Und vor allen Dingen in gewisser Weise eine "innige Beziehung" mit meinem PC, ich habe mich schon ne Stunde vor Arbeitsende auf meinen PC mit WoW gefreut, weil ich genau wusste, daß die Welt von Azeroth (damals) noch voller Geheimnisse und Herausforderungen war. Ich freute mich auf die Personen, mit denen ich *gemeinsam* die Welt erkundete. Damals haben wir niemals den Greif zwischen Ironforge und Stormwind genommen, sondern immer die Tiefenbahn! Da haben wir uns immer Geschichten erzählt, uns wurde niemals müde von der Welt, wir haben uns Abenteuer selbst gesponnen. Meine Sucht bestand in genau dieser Art des Rollenspiels, und nichts anderem.

Meine Gilde löste sich mit der Zeit, sie gründete sich zweimal neu, und mit der Zeit gingen viele Leute aus der ursprünglichen Besetzung in andere Gilden. Ich hatte immer weniger Gründe online zu kommen, erst mit Burning Crusade kam der Zeitkiller und nahm mir die Langeweile. Aber es gab kaum noch Rollenspiel - eher selten in einer Art Thementag, ICH hab sie größtenteils organisiert. "Raiden" war Alltag (ich hab's eher wegen der Taktik+Strategie gemocht) und ich habe mich eher damit abgemüht, genug Gold zu bekommen, um Reiten auf 375 zu bekommen. (ich habe mehrere Monate dafür gebraucht)

Mittlerweile spiel ich WoW seit April '08 nicht mehr, weil es einfach nur langweilig geworden ist. Raiden hier, Raiden da, die Orientierung der Gilde gefiel mir nicht mehr, so hab ich mich entschlossen, einfach einen Schlusspunkt zu machen.

WoW ist mittlerweile eine Kindergeneration. Erwachsene spielen es, um ihre Kindheit nachzuholen und Kinder, um Aufmerksamkeit zu bekommen, die sie in der "echten" Welt nicht bekommen, weil die Elterngeneration mittlerweile zu einem hirnlosen, ideenlosem Klumpen Fleisch verkommen ist, die sich nicht bemühen, ihre Kinder zu erziehen.
Ein hirnfreier Durchschuss
Das fünfte Gebot
Sag lieber Ja
Sonst bist Du tot
In der heutigen Generation sterben Kinder, weil sie vernachlässigt werden. Wie lang ist es her, als der 15-jährige XBox-Spieler tot aufgefunden wurde? Kinder laufen weg, weil sie eine innigere Beziehung zu einem totem Gegenstand haben als zu Menschen...
Überlegt mal ganz genau, was da falsch läuft...

Fahrenheit 451 lässt grüßen.
Gute Nacht.
Ich bin ein UFO - ein unheimlich faules Objekt.

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Ungelesener Beitrag von sompe » 14.11.2008, 05:16

Was WoW nun wirklich ist steht und faellt im grossen und ganzen mit den Spielern und genau da fangen die Probleme auch schon an.

Jeder will alles haben aber so gut wie nichts dafuer tuen.

jetzt nur mal ein paar Beispiele auus dem letzten Addon:
- Die letzte Reitausbildung war "exorbitant" teuer, sodas man das Gold nur langsam zusammenbekam => rumgejammer => Tagesquests zum schnelleren Gold Farmen wurden eingefuehrt und nebenbei explodierten die AH Preise

- Fuer Hero Instanzen Brauchte man einiges an Ruf um den passenden Schluessel zu bekommen => *jammer* => Rufanforderungen wurden gesenkt und nebenbei fehlte dann vielen die passende Ausruestung und Spielerfahrung....

- Man musste Vorquestreihen absolvieren um in diverse Raid instanzen zu kommen => *jaul* => jeder darf rein aber nun fehlt denen das Equipment ..

- Die Raid Instanzen sind achso schwer und das naechste addon steht an => Anforderungen wurden auf Kindergartenniveau gesenkt damit jeder da durchspazieren kann...



Einige Raidbosse waren sicherlich eine spur zu schwer fuer die Drops die sie liefernten aber das was jetzt daraus geworden ist ist einfach lachhaft. beim ersten addon wurden jegliche hart erarbeitete Gegenstaende quasi entwertet und jetzt wurden die Raid instanzen so weit kastriert das es wieder aufs gleiche rauskommt. Dazu noch das ewige gejammer wegen Goldkosten und PvP (nerft diesen, nerft jenen aber setzt andere Klassen ach so weit rauf..)


Womit sie juengst aber endgueltig den Vogel abgeschossen haben sind vor allem 2 Punkte....Zaubermacht und die (kritische) Trefferwertung. ersteres gilt jetzt fuer alle Zauberarten, wodurch sich Heiler und DDs um die Ruestungsgegenstaende kloppen und letzteres gilt sowohl fuer physichen als auch fuer magischen Schaden, weshalb z.B. Vergelter ploetzlich abgehen wie Bolle.

Was mir im Moment ganz und garnicht passt ist z.B. die Stimmung bei (random) Raids. Alle sind nur noch am Marken Farmen und stressen rum wenn ihnen das Tempo nicht passt. Viele nehmen keinerlei Ruecksicht auf unerfahrenen Spieler, denn die Bosse sind ja ach so leicht aber wenn aufgrund nicht genommener Erklaerungszeit die Gruppe wiped ist das Geschrei gross. (Aran leasst gruessen)

Das Spiel hat einen durchaus hohen Unterhaltungswert und man kann auch mit Freunen und Bekannten etwas "unternehmen", die sonst einfach zu weit weg wohnen.

Das wirkliche Problem an WoW sitzt nunmal ganz woanders, naemlich VOR dem Bildschirm, denn die Spieler sind es letztenendes die das Spiel durch Leistungswahn (am besten ohne sich selbst Muehe geben zu muessen), rumgefarme und rumgejammer kaputt machen.

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Ungelesener Beitrag von Dude » 14.11.2008, 10:18

@sompe: Bis auf den letzten Satz habe ich nicht einen einzigen Verstanden o_O

@Topic:

Als ich noch in der Schule war gabs auch ein paar Leute die ziemlich oft wegen WoW fehlten. Ironischerweise war einer davon Sohn einer Lehrerin...
Da hiess es dann auch immer wenn er seine Entschuldigungskarte vorlege aus den hinteren Reihen "Oh, ich glaube er hatte World of Erkältung" "Nee, das war Husten of Warcraft!"

Ich konnte ihn nie wirklich ab, aber aus Mitleid haben ein Kumpel und ich ihn ab und zu mal eingeladen dass er zu unseren eigenen Abi-Vorparties mitkommt, da konnte er dann meistens nicht (seine Mutter hat offenbar mehr als fünf Mal innerhalb von ein paar Monaten Geburtstag gefeiert, sein Vater auch, und er musste natürlich immer helfen), oder ging bei den zwei/drei Mal die wir ihn mitschleifen konnten schon so um zehn/elf wieder. Natürlich um WoW zu zocken...

Und derartige Ausfälle wegen WoW hatten wir nicht nur bei dem einen Typen, sondern bei eninigen. In einer winzigen Stufe von knapp über 100 Leuten...

Ich mein, ich hab ja auch mal blau gemacht, üblicherweise nicht explizit um zu zocken, aber es ist alle paar Monate mal nen Tag (oder zwei) gewesen wo ich einfach keinen Bock auf Schule hatte, und stattdessen Metal Gear Solid oder so gespielt habe. Aber das war die Ausnahme, und mir sind echte Menschen immer wichtiger gewesen als digitale Figuren.

WoW scheint einen unheimlichen Sog zu haben, welcher Leute dazu bringt die Realität komplett auszublenden... Ich verstehs nicht ^^
####

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 14.11.2008, 11:20

Die Evolution schlägt voll zu, Bären gibt es keine mehr denen man davon laufen muss, jetzt ist es die Sucht gegen X die man Besiegen muss ;)

Da gibt es ein Spiel/Sport/Hobby/Getränk und einige (viele) können damit nicht umgehen.

So What?

Wieviele Topics gibt es hier zu Alkohol oder Zigaretten? Ich glaub eines in dem Sich Raucher über den Nichtraucherschutz aufregen...

Aber es ist auch wirklich Schlimm wenn es Leute gibt die lieber ein PC Spiel spielen als mit euch in die Disse gehn und sich mit Vodka volllaufen lassen, was wohl für "Soziale Kompetenz" steht...

Get a life

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Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 14.11.2008, 11:34

Finde ich nicht. Schlimm wird es erst dann, wenn diese Leute abseits ihrer Freizeit ihr Leben herunterwirtschaften (Stuium abbrechen, Freundin vernachlässigen, Job vernachlässigen/kündigen, etc etc). Ansonsten mag es eine etwas exzentrische Form von Hobby sein, aber bei jemandem der jede freie Minute im Bastelkeller verbringt und nur alle 4 Monate mal auf einer Convention ist sagt auch keiner was (oder zumindest nicht so extrem negativ wie bei Online-Spielern).
In the absence of light, darkness reigns supreme.
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Ungelesener Beitrag von Dude » 14.11.2008, 11:39

Es geht nicht ums Vollaufen lassen, es geht um soziale Kontakte. Um Gleichgesinnte in der Realität.

Einige Leute in meinem Bekanntenkreis trinken auch überhaupt nichts, mal aus gesundheitlichen Gründen, mal aus Überzeugung, dagegen habe ich auch überhaupt nichts einzuwenden.

Was ich problematisch finde ist, wenn jemand komplett auf sozialen Kontakt in der Realität verzichtet, sich lieber in seinem Kämmerlein einschliesst und "raidet" als mit echten Personen Spaß zu haben, bzw. komplett unfähig ist an irgendetwas ausser mehr Gold in einem Computerspiel Spaß zu haben. WoW-Spieler isolieren sich komischerweise oft völlig von der Realität, und das ist imho gefährlich.

Drogensucht (Alkohol und Zigaretten eingeschlossen) finde ich natürlich auch problematisch.
####

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Ungelesener Beitrag von lachsi » 14.11.2008, 12:02

naja die behauptung jedes online spiel einen suchtpotenzial aufweisst, würde ich nicht gerade sagen, ich mein, ich spiel seit jahren counterstrike 1.6, bzw seit es eigentlich half life in den cafes gibt, und ich spiel es heute noch zwar, keine stunde in der woche, jedoch wird es ja nicht "langweilig" im gegensatz zu wow hat es weder level, noch gegenstände die man sich "freischalten" kann, jeder kennt auch gta, hier ist es das selbe, man spielt es ständig. jedoch wird es ja nicht zur sucht...

btw ich finde es gut das viele über das problem reden, denn es ist ein problem...

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Ungelesener Beitrag von Lustmolch » 14.11.2008, 12:15

lachsi hat geschrieben: ich spiel seit jahren counterstrike 1.6,
Da würd ich mir aber auch mal Gedanken machen. Wieviel Stunden den?
Für mich ist CS auch ein Potenzielles Sucht Spiel.

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 14.11.2008, 12:32

Ich werde meine Freunde die ich über WoW kennen gelernt habe und die nächste Woche bei mir sind zum Palatschinken essen (vernichten), mal frage was sie von deiner These halten das sie nicht Real sind, Dude ;)

Ich bin noch immer der Meinung, soetwas wie Reallife gibt es nicht. Auch wenn ich spiele saufe oder an meinem Eifelturm aus Streichhölzern im Maßstab 1:10 bastel tickt die Uhr weiter, sie bleibt nicht stehen.
Jedes Hobby kann zum Problem werden wenn man sein Zeitmanagement nicht im Griff hat.

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Ungelesener Beitrag von Lustmolch » 14.11.2008, 12:38

FragCool hat geschrieben: Ich bin noch immer der Meinung, soetwas wie Reallife gibt es nicht. Auch wenn ich spiele saufe oder an meinem Eifelturm aus Streichhölzern im Maßstab 1:10 bastel tickt die Uhr weiter, sie bleibt nicht stehen.
Jedes Hobby kann zum Problem werden wenn man sein Zeitmanagement nicht im Griff hat.

Sehr gut gesagt, kann ich nur Unterschreiben.

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Ungelesener Beitrag von Fjelltroll » 14.11.2008, 12:41

Doc Chaos hat geschrieben:Ansonsten mag es eine etwas exzentrische Form von Hobby sein, aber bei jemandem der jede freie Minute im Bastelkeller verbringt und nur alle 4 Monate mal auf einer Convention ist sagt auch keiner was (oder zumindest nicht so extrem negativ wie bei Online-Spielern).
Im Gegensatz zu den Online-Spielern kann sich der Keller-Bastler aber nicht selbst weismachen, er habe soziale Kontakte. Und darin besteht ja die Gefahr. Weil der Spieler kaum merken kann, was ihm fehlt.
Der Student geht so lange zur Mensa, bis er bricht...

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Ungelesener Beitrag von FragCool » 14.11.2008, 12:56

Was fehlt ihm den?

Ich hätte jetzt echt gern erklärt was ihm fehlt...

Ich mein ok, wenn man wenig in der Öffentlichkeit unterwegs ist kann das zu einer Schwächung des Immunsystems führen, da es nicht gefordert wird.

Meinst du das?

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Ungelesener Beitrag von Doc Chaos » 14.11.2008, 13:24

Fjelltroll hat geschrieben:
Doc Chaos hat geschrieben:Ansonsten mag es eine etwas exzentrische Form von Hobby sein, aber bei jemandem der jede freie Minute im Bastelkeller verbringt und nur alle 4 Monate mal auf einer Convention ist sagt auch keiner was (oder zumindest nicht so extrem negativ wie bei Online-Spielern).
Im Gegensatz zu den Online-Spielern kann sich der Keller-Bastler aber nicht selbst weismachen, er habe soziale Kontakte. Und darin besteht ja die Gefahr. Weil der Spieler kaum merken kann, was ihm fehlt.
Online-Spieler haben soziale* Kontakte. Mitunter sogar weit mehr, als sie es abseits der Netzwelt hätten, da die Kennenlern-Hemmschwelle wesentlich niedriger liegt, man hat ja immer ein zentrales Thema. Man kann sich natürlich durch Onlinespiele aus den realen Sozialgefügen "ausklinken". Wenn sich an dessen Stelle aber virtuelle Sozialgefüge setzen (was in vielen Fällen auch RL-Einschläge hat, siehe Clan/Gilden-Treffen etc), wo ist das Problem? Er/sie hat mit anderen Menschen zu tun. Es ist nur eine andere, neue Art, als sie auf der Straße zu treffen. Allein darin sehe ich kein Problem, sondern einen Wandel.

*Das Wort sozial (von lat. socius = gemeinsam, verbunden, verbündet) bezeichnet wechselseitige Bezüge als eine Grundbedingtheit des Zusammenlebens, insbesondere des Menschseins (der Mensch als soziales Wesen). [Wikikepdia]
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Ungelesener Beitrag von Fjelltroll » 14.11.2008, 13:33

Na gut. Dann habe ich eben altertümliche Vorstellungen von sozialen Kontakten. ;) Was nicht bedeutet, dass ich nicht auch genügend Online-Kontakte habe und pflege. ;)
Der Student geht so lange zur Mensa, bis er bricht...

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