Speichertakt der GeForce3

Warum setzen die Kartenhersteller RAM mit 3.8ns Zugriffszeit ein?

Wie wir den Spezifikationen der ersten GeForce3-Grafikkarten entnehmen konnten, werden diese überwiegend mit Speicherchips mit 3.8ns Zugriffszeit ausgestattet. NVIDIA hat den Speichertakt dieser Karten „nur“ mit 230 MHz vorgegeben (effektiv 460 MHz durch DDR). 3.8ns RAM ist aber für bis zu 263 MHz spezifiziert!

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Wir haben bei der Elsa AG, einer der ersten Grafikkartenhersteller, der ein GeForce3-Board vorgestellt hat, nachgefragt, warum diese keine Speicherchips mit höheren Zugriffszeiten verwenden. Freundlicherweise hat uns Peter Eggers, PR Referent von Elsa, sehr schnell geantwortet. Hier seine Kommentare dazu:

hartware.net: Wieso verwendet die Elsa Gladiac Speicher mit 3.8ns Zugriffszeit, der ja eigentlich für höhere Taktfrequenzen als 230 MHz spezifiziert ist?
Elsa: Speicher mit schnellen Zugriffszeiten haben generelle Performance-Vorteile. Leider hat nVIDIA die Clockrate auf 230 MHz beschränkt. Der User wird aber von der schnelleren Zugriffszeit profitieren, in dem er wesentlich höhere Clockrates benutzen kann (Overclocking) und damit eine höhere Performance erzielen kann, als die Referenzspezifikation vorschreibt.

hartware.net: Unseres Wissens ist ein so schneller Speicher rar und auch teuer. Hätte es deshalb nicht auch 4ns RAM getan?
Elsa: Ein wesentlicher Preisvorteil hat sich bei der Kalkulation nicht ergeben. Auch 4ns Chips sind nicht an jeder Ecke zu bekommen. 😉

hartware.net: Wird die Elsa Gladiac 920 aufgrund des Speichers eventuell nur in sehr kleinen Stückzahlen (Limited Edition?) verfügbar sein?
Elsa: Die ELSA GLADIAC 920 wird nicht in limitierten Stückzahlen verfügbar sein.

Unser Dank geht an Peter Eggers für die schnelle Beantwortung unserer Fragen!

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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