Intels Diversifizierung gescheitert

Unterhaltungselektronik wird nicht mehr produziert

Chipgigant Intel beschloss vor einigen Jahren, dass man in der Zukunft nicht mehr nur allein vom Prozessorgeschäft abhängig sein wolle. Also nahm man einige Milliarden aus der Kriegskasse und kaufte eine Menge Unternehmen bzw. baute neue Unternehmenszweige auf. Dazu gehörte unter anderem das Webhosting/-housing, Netzwerkprodukte sowie Unterhaltungselektronik. Mit der Zeit sollten diese Sparten einen nennenswerten Teil der Unternehmensgewinne erwirtschaften. Es zeichnet sich immer deutlicher ab, dass diese Pläne völlig gescheitert sind. Bereits Anfang des Jahres schloss man die gerade erst für hunderte Millionen Dollar gebauten Webhosting-Center für Streaming Media und eCommerce. Nun kommt der zweite Tiefschlag. Auch die Unterhaltungselektroniksparte, die erst letzte Woche einen neuen MP3-Player vorstellte, wird nicht weitergeführt. Zur Zeit werden noch die letzten Bestände abverkauft, die Produktion aber eingestellt. In der erste Hälfte 2002 kommt dann das endgültige Aus.

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Ein ähnliches Schicksal traf die Mitarbeiter, die mit der Produktion von Routern und Switches beschäftigt waren. Intel legte die Produktion einfach in die Hände externer Unternehmen und konzentriert sich auf Entwicklung und Verkauf der Geräte.
Nach wenigen Jahren steht Intel also fast wieder dort, wo man angefangen hat: bei der Chipproduktion. Die verbliebenen zugekauften Unternehmen machen nur einen Bruchteil der Umsätze bzw. Gewinne aus, der Hauptteil wird noch immer von der Intel Architecture Group, der Prozessorsparte, erwirtschaftet.

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