Gigabyte mit ATI-Grafikkarten

Neue Grafikkarten-Serie MAYA von Gigabyte wohl Anfang 2002 erhältlich

Nachdem in Japan schon im November OEM-Versionen von Gigabyte-Grafikkarten mit Grafikchips von ATI aufgetaucht sind, scheint sich der Hersteller mittlerweile entschlossen haben, entsprechende Produkte auch als Retail-Versionen auf den Markt zu bringen. Ursprünglich sollte der Retail-Bereich bei Gigabyte den Grafikkarten mit nVidia-Chips vorbehalten bleiben, aber diese Meinung hat sich wohl geändert. Berichten zufolge wird Gigabyte im Laufe der nächsten Woche die Grafikkarten-Serie MAYA mit verschiedenen Chips von ATI Technologies ankündigen. Im Handel dürften die Produkte dann im Januar oder Februar erscheinen.

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Das Einsteiger-Modell ist die Gigabyte MAYA AG (Code: AG32S) mit dem schon etwas betagten ATI Rage 128 Pro Grafikchip. Ausgestattet mit 32MB SDRAM und mit 120MHz Chip- und Speichertakt richtet sie sich wohl vor allem an Systemintegratoren, auch wenn die Karte mit einer auffälligen gelben Platine im Retail-Bereich platziert wird.
Die Gigabyte MAYA AV (Codes: AV64S und AV64S-T) ist mit dem ATI Radeon 7000 und 64MB SDRAM ausgestattet. Mit Taktraten von 120/120MHz und voraussichtlich einer Speicherschnittstelle von nur 64bit richtet sich auch diese Karte vor allem an Einsteiger. Das Modell AV64S-T ist mit einem TV-Ausgang versehen. Auch diese Karten sollen farbige Platinen bekommen, aber ob es Rot oder Gelb wird, ist noch nicht bekannt.
Interessanter wird es dann so langsam mit der Gigabyte MAYA AR (Code: AR64S-H). Diese Karte ist mit dem ATI Radeon 7500LE und 64MB SDRAM ausgestattet und läuft mit 230MHz Chip- und 183MHz RAM-Takt. Die MAYA AR unterstützt HydraVision und ist mit VGA-Port, DVI- und TV-Ausgang versehen. Neben der roten Platine ist auffällig, dass Gigabyte vom Referenzdesign von ATI abweicht und sogar Hardware-Monitoring implementiert. Mit dem beigelegten Tool “V-Tuner“ von Gigabyte sollen sich Chip-Temperatur und -Spannung sowie die Geschwindigkeit des Lüfters auslesen lassen. Die Taktraten von Chip und Speicher sowie die Lüfterleistung sollen einstellbar sein.
Die gleichen Funktionen des Hardware-Monitoring unterstützt auch die Gigabyte MAYA AP (Code: AP64D-H) mit dem ATI Radeon 8500 Chip. Wie die Retail-Version von ATI selbst ist das Modell von Gigabyte mit 64MB DDR SDRAM (3.5ns Zugriffszeit) ausgestattet und bietet Taktraten von 275MHz für Chip und RAM. Zusätzlich zu HydraVision sowie VGA-, DVI- und TV-Ausgang soll die MAYA AP auch einen Video-Eingang bieten. Wie das AR-Modell ist auch die AP mit einem besonderen Lüfter und silbernen Kühlkörpern versehen, die Chip und Speicher abdecken.

Genaue Verfügbarkeitstermine und Preise der Gigabyte MAYA Grafikkarten sind leider noch nicht bekannt.

Gigabyte MAYA AV Box (Radeon 7000 - vorläufiges Design)
Gigabyte MAYA AG Box (Rage 128 Pro - vorläufiges Design)
Gigabyte MAYA AR Karte (Radeon 7500LE)
Gigabyte V-Tuner

Quelle: Reactor Critical

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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