GeForce4 MX420 nun mit DDR-RAM

Hohe Kosten für SDRAM zwingen NVIDIA zum Handeln

Offenbar hat NVIDIA vor, den LowCost-Grafikchip GeForce4 MX420 ein wenig aufzumöbeln. Ursprünglich sollten Grafikkarten mit diesem Chip nur mit 166MHz schnellem SDRAM (128 Bit) ausgestattet werden. Leider kamen NVIDIA die stark gestiegenen Preise für SDRAM dazwischen. Inzwischen ist SDRAM pro 256MBit-Speicherchip 50 US-Cent teurer als DDR-RAM. Bei gut $500 teuren HighEnd-Karten machen zwei Dollar pro Karte wenig aus, kostet eine Karte allerdings nur $50, fallen sie ins Gewicht. Auf dem riesigen Markt für Billigkomponenten kommt es auf jeden Cent an, zwei Dollar können den Unterschied zwischen Verlust und Gewinn bedeuten. Daher haben sich die meisten Grafikkartenhersteller entschlossen, auf 64 Bit DDR-RAM umzusteigen. Die Performance wird sich dadurch zwar nicht verbessern, dafür jedoch die Herstellungskosten. Außerdem kann man uninformierte Käufer mit der zugkräftigen Angabe „mit 64MB DDR-RAM“ blenden. Dass die Karten genauso schnell oder sogar langsamer sind als Karten mit SDRAM, wird natürlich verschwiegen.

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NVIDIA scheint sich nun dem Druck der Kartenhersteller zu beugen und offiziell DDR-RAM unterstützen zu wollen. Damit ist SDRAM fast aus der gesamten Produktpalette des Unternehmens verschwunden. Lediglich der für Notebooks gedachte Quadro2 Go, die Quadro2 MXR/EX sowie die extrem billigen Chips Vanta und GeForce2 MX200 unterstützen noch SDRAM. Diese Liste wird sich aber vermutlich schon bald auf den Vanta und GeForce2 MX200 reduzieren, die Nachfolger für die anderen genannten Chips sind teilweise bereits angekündigt.

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