AMD mit hohem Verlust

Schwacher PC-Markt: AMD verkauft weniger Desktop-Prozessoren

Prozessorhersteller AMD hat heute sein finanzielles Ergebnis des abgelaufenen Quartals bekanntgegeben. Der Intel-Konkurrent kann nur noch einen Umsatz von 600 Millionen US-Dollar vorweisen, ein Rückgang von 33% gegenüber dem ersten Quartal diesen Jahres und ein um 39% niedrigerer Umsatz als im zweiten Quartal des letzten Jahres. Mit den $600 Mio. hat man übrigens genau das Resultat erzielt, dass nach zwei Umsatzwarnungen in den letzten Wochen zuletzt erwartet worden war.

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Aufgrund des schwachen PC-Marktes wurden deutlich weniger PC-Prozessoren abgesetzt. Der Umsatz ging in diesem Bereich im Vergleich mit Anfang diesen Jahres sogar um 44% zurück. Dabei blieb die Nachfrage nach Notebook-CPUs auf gleichem Niveau, während sie bei Desktop-Prozessoren deutlich zurückging. Am Ende kam dabei ein Netto-Verlust von 185 Mio. US-Dollar heraus.

Hier die Umsatz- und Gewinnentwicklung der beiden Konkurrenten AMD und Intel seit Anfang 2000 im Überblick:

Quartal Umsatz Gewinn
1.2000 Intel $7993 Mio $2696 Mio
AMD $1092 Mio $189 Mio
2.2000 Intel $8300 Mio $3137 Mio
AMD $1170 Mio $207 Mio
3.2000 Intel $8731 Mio $2509 Mio
AMD $1207 Mio $219 Mio
4.2000 Intel $8702 Mio $2193 Mio
AMD $1175 Mio $178 Mio
1.2001 Intel $6677 Mio $485 Mio
AMD $1188 Mio $125 Mio
2.2001 Intel $6334 Mio $196 Mio
AMD $985 Mio $17,4 Mio
3.2001 Intel $6545 Mio $106 Mio
AMD $766 Mio – $187 Mio
4.2001 Intel $6983 Mio $504 Mio
AMD $952 Mio – $16 Mio
1.2002 Intel $6781 Mio $936 Mio
AMD $902 Mio – $9 Mio
2.2002 Intel $6319 Mio $446 Mio
AMD $600 Mio – $185 Mio

Der Ausblick sieht übrigens auch nicht gerade rosig aus. Der Gesamtumsatz dürfte laut AMD im dritten Quartal nur leicht ansteigen, so dass man erneut mit einem Verlust rechnen muss.

Am Rande sei noch erwähnt, dass AMD in der aktuellen Pressemitteilung nun offiziell vom kommenden Clawhammer-Prozessor als “AMD Athlon Prozessor“ spricht. Nachdem der für Server und Workstations gedachte Sledgehammer bereits seit April den Namen Opteron trägt, war längere Zeit noch nicht klar, wie die x86-64 CPU für den Desktop-Bereich – Codename: Clawhammer – heißen soll.

Quelle: E-Mail

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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