Die nächste Runde im Grafikkampf

NV30 verzögert wegen Design-Änderung? ATI bald mit R350 und RV350?

Derzeit tauchen fast täglich neue Meldungen und Gerüchte über die Entwicklungen im Kampf zwischen ATI und nVidia um die Marktanteile im Grafikkartenmarkt auf. Jetzt sind aus Taiwan wieder einige interessante Informationen über den neuen High-End Grafikchip NV30 von nVidia und die kommenden Produkte von ATI Technologies zu vernehmen.

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Es ist ja bereits bekannt, dass ATI der Radeon 9700 Pro in den nächsten Monaten auch eine Radeon 9700 (ohne Pro) und eine Radeon 9500 zur Seite stellen wird. Die Non-Pro Radeon 9700 wird einen niedrigeren Chip- und Speichertakt besitzen, vermutlich niedriger als die ursprünglich angenommenen 300/550 MHz. Die Radeon 9500 soll die Lücke zwischen Radeon 9000 und 9700 schließen und wird deshalb auch bei den Features abgespeckt. Man vermutet etwas von vier statt acht Pipelines und einer 128bit (statt 256bit) Speicherschnittstelle.
Daneben soll ATI nun angeblich bis Ende diesen Jahres ein weiteres Modell mit dem Codenamen R350 einführen, um den ebenfalls bis dahin erwarteten nVidia NV30 kontern zu können.

Der R350 soll wie der Radeon 9700 noch in 150nm (0,15µ) Technologie gefertigt werden. Welche technologischen Verbesserungen er mit sich bringt, ist allerdings noch ungewiss. Daneben soll es aber kurze Zeit später auch eine Light-Version geben, den RV350. Dieser Grafikchip soll der erste von ATI sein, der in 130nm produziert wird.
Man darf gespannt sein, wie der Übergang von 150nm zur 130nm Fertigung bei ATI abläuft. Vielfach wird die Verzögerung von nVidias NV30 bis Ende diesen Jahres ja auf genau diesen Wechsel der Produktion geschoben. Nun nennen manche Quellen einen weiteren möglichen Grund. Um mit ATIs Radeon 9700 Pro mithalten zu können, hat nVidia angeblich die ursprüngliche Architektur mit sechs Pipelines auf acht erweitert. Da dies eine grundsätzliche Designfrage ist, wäre es ein durchaus möglicher Verzögerungsgrund, denn eine solche Umstellung der Technologie benötigt seine Zeit.
Möglicherweise ist es ja aber auch eine Kombination aus neuer Fertigung und Designänderungen in letzter Minute, die die Verfügbarkeit von NV30-Grafikkarten auf das Jahresende oder sogar ins neue Jahr hinein verschieben.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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