Ciao, Ti4600. Hallo, Ti4800?

nVidia überarbeitet vor dem NV30 nochmal die GeForce4 Ti Familie

Derzeit geistern Meldungen durchs Netz, dass nVidia die Herstellung der GeForce4 Ti4600 Grafikchips beim Fertigungspartner TSMC in Taiwan eingestellt hat. Dies heißt aber nicht, dass nun ab sofort keine Ti4600-Grafikkarten mehr angeboten werden. Zumindest bis Ende diesen Jahres dürfte der Vorrat der bisher produzierten Karten noch ausreichen.

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nVidia hat dazu offiziell nicht Stellung bezogen, aber heute neu aufgekommene Gerüchte scheinen es zu bestätigen. Angeblich planen die Kalifornier nämlich in Kürze die Einführung des GeForce4 Ti4800. Dahinter steckt allerdings nichts anderes als eine Ti4600 mit Unterstützung für AGP 8x, analog zur im September angekündigten Ti4200 mit AGP 8x (Codename NV28). Damit will nVidia wohl die Zeit bis zur Verfügbarkeit der ersten NV30-Grafikkarten überbrücken. Zwar soll dieser neue Grafikchip der nächsten Generation schon in knapp zwei Wochen vorgestellt werden, aber bis entsprechende Produkte in den Handel kommen, dürfte es noch bis mindestens Anfang 2003 dauern.

Etwas unverständlich ist dagegen die angeblich ebenfalls geplante GeForce4 Ti4800-SE. Dies ist keine höher getaktete “Special Edition“ einer Ti4600, sondern lediglich eine AGP-8x-fähige GeForce Ti4400 bei Standardtakt. Zum Einen ist die Bezeichnung leider ziemlich mißverständlich. Zum Anderen erscheint fraglich, ob eine solche Grafikkarte viele Abnehmer findet angesichts der Ti4200 mit dem deutlich besseren Preis-/Leistungsverhältnis. Da noch nicht sicher ist, ob nVidia ein solches Produkt überhaupt auf den Markt bringt, kann man nur hoffen, dass davon Abstand genommen wird.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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