Radeon 9800 Pro vs. GeForce FX 5800 Ultra

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Einleitung

Mit der im letzten Jahr vorgestellten Radeon 9700 Pro bzw. dem R300 Grafikchip konnte ATI Technologies nVidia erstmals die Performance-Krone im 3D- und Spiele-Bereich entreissen. Auch die etwas abgespeckte Variante Radeon 9500 Pro konnte nicht nur überzeugen, sondern fand aufgrund des attraktiven Preis-/Leistungsverhältnisses ein großes Interesse. Hinzu kamen die Probleme von nVidia mit dem NV30 Grafikchip bzw. der GeForce FX 5800 (Ultra), die für das Weihnachtsgeschäft 2002 angekündigt war, aber erst im März 2003 in den Handel kam und bis heute nur in ganz geringen Stückzahlen erhältlich ist.


ATI Radeon 9800 Pro Referenzkarte
ATI Radeon 9800 Pro Referenzkarte

Die Radeon 9800 Pro ist nun der Vorreiter der “Frühjahrsüberarbeitung“ des Sortiments von ATI und soll die Führung im “Enthusiasten-Marktsegment“ bis zum nächsten neuen Grafikchip übernehmen. Ihr folgen weitere Grafikkarten für die günstigeren Preisbereiche: die Radeon 9600 (Pro) und die Radeon 9200 (Pro).
Auf die technischen Unterschiede der neuen Angebote von ATI sind wir bereits in unserem Preview Anfang März eingegangen, deshalb an dieser Stelle nur der Hinweis darauf.
Die Radeon 9800 Pro ist – kurz gesagt – eine teilweise optimierte und höher getaktete Variante der Radeon 9700 Pro und dürfte diese in Kürze als ATIs Top-Modell komplett ablösen. Gegenüber dem Vorgängermodell (325/310 MHz) wurden die Takraten von Grafikchip und -speicher um 17% bzw. 10% gesteigert und liegen nun nominell bei 380/340 MHz.

Taktraten Radeon 9700 Pro Taktraten Radeon 9800 Pro
Radeon 9700 Pro Radeon 9800 Pro

Der Grafikspeicher wird real mit dieser Taktfrequenz angesprochen. Durch die Double Data Rate (DDR) Technologie verdoppelt sich aber praktisch der Datendurchsatz, so dass man oft von der doppelten Taktfrequenz als dem („effektiven“) Speichertakt spricht (z.B. von 620 statt 310 MHz bei einer Radeon 9700 Pro).
Im Gegensatz zu nVidia setzen die Kanadier im High-End Bereich weiter auf in 150nm Prozesstechnologie gefertigte Grafikchips. Trotzdem gelingt es ATI auch bei der Radeon 9800 Pro, mit einer relativ “einfachen“ Chip-Kühlung auszukommen.

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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