nVidia nForce2 400 und Ultra 400

Chipsatz für AMD-Prozessoren jetzt offiziell für FSB400 freigegeben

Bereits im letzten Jahr hatte nVidia die theoretische Eignung des nForce2 Chipsatzes für einen Prozessor Front Side Bus von 200 MHz demonstriert. Offiziell unterstützte der nForce2 aber bisher nur 166 MHz FSB (aufgrund der Double Data Rate Technologie spricht man auch von FSB333 bzw. FSB400). Mit der gestrigen Einführung des AMD Athlon XP 3200+, der ersten CPU mit dem höheren FSB, präsentierte nVidia nun die passenden nForce2-Versionen, die auch FSB400 ermöglichen, und die bereits erwarteten Namen tragen. Hinter den neuen nForce2 400 und nForce2 Ultra 400 Chipsätzen steckt allerdings nichts anderes als ein jetzt offiziell für den höheren FSB-Takt geprüfter nForce2. Durch die neue Bezeichnung wird dies verdeutlicht, auch wenn sich ansonsten nichts gegenüber dem bisherigen nForce2 geändert hat.

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Seit einiger Zeit werden auch schon nForce2 Mainboards angekündigt, die für den FSB400 geeignet sind, wie z.B. das EPoX 8RDA3+ und das MSI K7N2 Delta. Prinzipiell könnten auch ältere nForce2 Platinen mit FSB400 betrieben werden, sofern es das BIOS-Setup erlaubt. Allerdings ist dies von den Herstellern nicht offiziell validiert und freigegeben worden, so dass ein problemloser Betrieb mit dem höheren FSB-Takt nicht garantiert werden kann. Möglicherweise könnte es zwar der Chipsatz an sich, aber andere notwendige Bauteile sind dafür nicht ausgerichtet, so dass es zu Problemen kommen kann.

nForce2 400 und nForce2 Ultra 400 unterscheiden sich lediglich in der Speicheranbindung. Der nForce2 400 bietet Single-Channel DDR SDRAM und ist damit eher für Low-Cost Plattformen geeignet, während der nForce2 Ultra 400 mit der bisher üblichen zweikanaligen Speicherschnittstelle die Performance-hungrigen Anwender bedienen soll. Integrierte Grafik ist nicht vorgesehen und bietet deshalb weiterhin nur der nForce2 IGP mit FSB333-Unterstützung.

nForce2 400 und nForce2 Ultra 400 konkurrieren mit dem gestern vorgestellten VIA KT600 und dem bereits vor zwei Monaten angekündigten SiS748 um die Gunst der Hersteller, die Mainboards für den Athlon XP mit FSB400 auf den Markt bringen wollen.
Einer der ersten Hersteller mit einer Platine mit nForce2 Ultra 400 ist AOpen, der gestern die AK79D-400 Serie auf dieser Basis präsentierte.

AOpen AK79D-400 Max

Quelle: nVidia

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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