Prescott vielleicht schon im November?

Außerdem neue Preisinformationen zum Pentium 4 EE

Das taiwanesische Onlinemagazin DigiTimes, das in der Regel mit gut recherchierten Artikeln über die IT-Industrie aufwarten kann, veröffentlichte heute einige interessante, unbestätigte Informationen zu Intels Produktpolitik.

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Angeblich soll der Pentium 4 Extreme Edition Anfang November für $925 auf den Markt kommen. Bis vor wenigen Tagen ging selbst DigiTimes noch von etwa $700 aus. Damit wäre der Prozessor der teuerste Desktop-Prozessor seit Vorstellung des Pentium III 1000 ($999) vor über drei Jahren.

Sehr viel interessanter ist jedoch, was DigiTimes über die anderen Pentium 4 Prozessoren zu berichten weiss. Angeblich sollen zeitgleich mit der offiziellen Präsentation der Extreme Edition die Pentium 4 2800, 3000 und 3200 einen auf 1024KB vergrößerten L2-Cache erhalten – bei gleichbleibenden Preisen. Ob es sich dabei bereits um den Prescott handelt, der mit 1024KB L2-Cache ausgeliefert wird, verschweigt DigiTimes. Eigentlich sollte der Prescott mit 2800 und 3000MHz erst im ersten Quartal 2004 erscheinen.
Der vorgezogene Release macht allerdings Sinn. Es wird bereits heftig spekuliert, dass Intel sich bei der 0.09µm-Prozesstechnologie für den Prescott verkalkuliert hat. Die Chips sollen bei weitem nicht die Qualität und damit auch Taktraten erreichen, die sich Intel wünscht. Die frühzeitige Vermarktung dieser niedrig taktenden Chips ist in Anbetracht der großen Konkurrenz aus dem Hause AMD nur logisch.
Ausserdem wurde uns von Mainboardherstellern bestätigt, dass der Prescott in diesem Jahr definitiv noch umsatzrelevant werden wird. Das wäre ausschließlich mit dem Anfang Dezember präsentierten Prescott mit 3400 MHz kaum möglich.

Möglich wäre aber auch, dass es sich noch um gewöhnliche in 0.13µm gefertige Northwood handelt, denen man zusätzliche SRAM Zellen für den Cache spendierte. Dadurch würde zwar der Prozessorkern um etliche dutzend Quadratmillimeter wachsen, Intel könnte aber die seit Jahren erprobte Prozesstechnologie nutzen. Dank seit Jahren kontinuierlich ausgebauter Produktionsanlagen hätte man auch kaum Probleme mit der Fertigung ausreichend großer Stückzahlen.

Weiterhin streut DigiTimes das Gerücht, Intel würde auch Prescott Prozessoren mit FSB533 planen. Der FSB533 wird vor allem im LowCost-Segment stark nachgefragt, erfordert er doch u.a. günstigeren Speicher und Chipsätze als FSB800.

Quelle: DigiTimes

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