Neue High-End Grafik im März?

nVidia NV40 und ATI R420 werden im ersten Quartal 2004 erwartet

Schon seit längerer Zeit ist bekannt, dass die Nachfolger der aktuellen High-End nVidia GeForce FX5950 Ultra und ATI Radeon 9800XT Grafikkarten erst im nächsten Jahr eingeführt werden. Jetzt berichten taiwanesische Medien unter Berufung auf die wie üblich gut unterrichteten Kreise, dass die Massenproduktion des neuen R420 Grafikchips von ATI Technologies gegen Ende des ersten Quartals aufgenommen werden soll. Man darf also damit rechnen, dass wir auf der CeBIT 2004 im März die ersten Muster präsentiert bekommen.

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Der R420 soll bei der Taiwan Semiconductor Manufacturing Company (TSMC) in 130nm “low-k“ Prozesstechnologie gefertigt werden. Vermutlich wird der noch für den AGP 8x Bus konzipierte Chip 160 Millionen Transistoren besitzen (Radeon 9800: 110 Mio.) und GDDR3 Speicher unterstützen. Eine Version für das kommende PCI Express Bus-System dürfte später eingeführt werden.

ATI Technologies wird beim Wechsel der Produktionsverfahren so vorgehen wie schon bei Radeon 9600 und 9800. Da wurde der High-End Chip noch in bewährter (150nm) Technologie gefertigt, um eventuellen Problemen aus dem Wege zu gehen. Das einfacher strukturierte Mainstream-Produkt wurde dagegen verwendet, um die neuere (130nm low-k) Fertigungstechnik einzuführen. Analog wird ATI den High-End R420 im nächsten Jahr dann in 130nm low-k Prozesstechnologie produzieren und beim RV370 Mainstream-Grafikchip dann schon 110nm Herstellungstechnik einsetzen.

Die Konkurrenz schläft derweil aber nicht. Vermutlich etwa gleichzeitig zum ATI R420 wird nVidia seinen NV40 vorstellen. Viel ist noch nicht bekannt über diesen neuen High-End Grafikchip, außer dass er in 130nm gefertigt wird und AGP 8x unterstützt. Gerüchte hatten in der Vergangenheit von einer 8×2 Pipeline-Architektur, 175 Millionen Transistoren und 1500MHz DDR2 SDRAM Speicher gesprochen, während der ATI R420 über 12 Pipelines mit jeweils einer Textureinheit verfügen soll. Aber dazu gibt es weder Bestätigungen noch Dementis.

Quelle: DigiTimes

Frank Schräer

Herausgeber, Chefredakteur und Webmaster

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