Neue Infos zum Tejasnachfolger

Conroe basiert auf dem Mobilprozessor Banias

Gerüchte um den Prescottnachfolger Tejas gibt es schon lange. Was jedoch nach dem Tejas kommt, lag bislang mehr oder weniger im Dunkeln. Klar war nur, dass die dann 2006 in die Jahre gekommene Pentium 4 Architektur Ablösung bedarf. Diese scheint nun in Form eines stark modifizierten Banias gefunden zu sein. Der Conroe genannte Chip soll die Marktführerschaft auch über das Jahr 2006 hinaus sichern.

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Auf die ursprünglich für den reinen Notebookeinsatz entwickelte Banias-Technologie zurückzugreifen, macht Sinn. Intel profitiert dadurch von der sehr kleinen Chipgröße und der vergleichsweise geringen Leistungsaufnahme. Die geringe Chipgröße bietet viel Raum für performancesteigernde Maßnahmen, während die geringe Leistungsaufnahme Luft für Takterhöhungen läßt.

So erscheinen die von PC Watch gerüchteweise verbreiteten Eckdaten des Conroe auch geradezu protzig. Der in 0.065µm gefertigte Conroe soll über zwei unabhängige Prozessorkerne verfügen. Die im Februar angekündigte 64 Bit Erweiterung ist ebenso an Bord wie die TCPA-Implementierung LaGrande. Neu ist die Vanderpool Technologie, mit der man gleichzeitig mehrere Betriebssysteme starten können soll. Bei einer maximalen Leistungsaufnahme von 90W sollen die beiden Kerne auf gigantische 4 MiB L2-Cache zugreifen können. Der große Cache ist aus verschiedenen Gründen nötig.

  • Um den Prozessor vom Frontsidebus und dem lahmen Hauptspeicher weitestgehend abzukoppeln. Seit Jahrzehnten schon klafft die Lücke zwischen Prozessor- und Speicherperformance immer weiter auseinander.
  • Mit der Nutzung der 64 Bit Erweiterung erhöht sich die Auslastung des Caches mit unnützen Daten auf 75% (c’t 20/03 Seite 107). Dies ist bei allen 64 Bit Prozessoren der Fall.
  • Wenn Vanderpool zum Einsatz kommt, müssen die Daten von zwei oder mehr Betriebssystemen inkl. Anwendungsprogrammen in den Cache geladen werden.

Unglücklicherweise soll der mobile Ableger des Conroe über die gleichen Features verfügen. In der Folge bringt es der Merom auf eine maximale Leistungsaufnahme von 45W. Damit dürfte der Pentium M Produktfamilie das Prädikat „stromsparend“ aberkannt werden.

Nach drei Redesigns wird der Banias als Desktopprozessor verkauft

Quelle: PC Watch

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